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Mittwoch, 11. August 2021

Einfluss nehmen Like a Pro - Diese 4 Geheimwaffen der Influencer:innen brauchen Politiker:innen, um sich fit für Social Media zu machen

Dies ist ein Gastbeitrag von Nadine Müller. Die vorliegenden Erkenntnisse sind Teil ihrer Masterarbeit an der brand university of applied science Hamburg, die sie bei Prof. Dr. Yonca Limon-Calisan abgelegt hat.

Playbook
Influencer Tactics Playbook von Nadine Müller
 “Die Zerstörung der CDU” von Rezo hatte 2019 die Schlagkraft, den Ausgang der Europawahl
nachhaltig zu beeinflussen. Das Video traf das traditionelle, konservative Umfeld unerwartet; die
Reaktion darauf glich einer Schockstarre. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte wohl kaum ein:e deutsche
Politiker:in Social Media Influencer:innen als ernstzunehmende politische Akteure wahrgenommen.

Doch 2019 hat sich in der Lifestyle Welt auf Social Media der Ton geändert: er ist politischer, er ist
aktivistischer, er ist die Stimme der Generation Z. Influencer:innen wie Rezo oder Louisa Dellert
sprechen auf ihren Plattformen über politische Themen, vereinfachen diese und schaffen damit
Verständnis und Interesse bei jungen Menschen
. Influencer:innen folgen durch ihre Positionierung
einer noblen Zielsetzung, den sich auch Politiker:innen zu Herzen nehmen sollte
n: Es ist ihnen ein Anliegen die Generation der jungen und zukünftigen Wähler:innen in den demokratischen Austausch zu involvieren und zu politisch aktiven Individuen zu machen.
 

#1 Wissen ist Macht - Das Neuland zur eigenen Bühne erklären, für heute, für morgen und für jeden Tag danach.


Influencer:innen beherrschen das Social Web aus dem FF: Sie nutzen ihre Kanäle mit sehr hoher,
kontinuierlicher Frequenz. Sie testen neue Features und Formate, sie probieren, verwerfen und
integrieren gut funktionierenden Content in ihre Strategie. Sie wissen um die Macht des Algorithmus
und den Kampf um Reichweite. Um diesen Kampf zu gewinnen nutzen sie die richtigen Tags, haben
die richtigen Freund:innen und Unterstützer:innen, sowie Community Management als Tools. Das
Ergebnis sind nachhaltig aufgebaute Communities und Fürsprecher:innen.

Um das zu schaffen braucht es vor allem Mut und Plattformverständnis. Beides bringen
Influencer:innen mit: Es liegt ihnen als Digital Natives in der DNA.

Auch wenn viele Politiker:innen weder Millennials sind, noch der Gen Z angehören, sollte das Internet
und Social Media schon lange kein Neuland mehr sein. Das wichtigste ist sich offen gegenüber
Neuem zu zeigen, auszuprobieren und zu lernen.
Heute gehört zu einer klassischen
Medienkompetenz auch die Fähigkeit neue Medien bespielen zu können. Politiker:innen müssen den
Umgang mit Plattformen lernen und deren Vorteile einordnen können. Erst durch Wissen können
Plattformen authentisch und glaubwürdig bespielt werden. Und auch erst dann ist es Politiker:innen
möglich Social Media in den Politik-Alltag zu integrieren und als festen, wichtigen Bestandteil der
politischen Arbeit zu sehen.

Alleine ist das beinahe nicht zu bewältigen, darum ist es empfehlenswert regelmäßige
Trainings und Workshops zum Thema Social Media zu integrieren. Alle Politiker:innen sollten
permanent up-to-date gehalten werden.

Die FDP-Spitze zeigt bereits seit 2017, dass Offenheit und Interesse an der Digitalisierung und
digitalen Kanälen der Schlüssel zum Erfolg auf diesen Plattformen ist. Mit der Aufstellung eines
Teams und sehr regelmäßigem Austausch zu Plattform-Trends und Entscheidungen über Formate
und Kanäle gemeinsam mit dem Politiker, schafft es Christian Lindner einer der Best Practices in
Deutschland zu sein. Das eigene Interesse an Digitalthemen von Politiker:innen gepaart mit einem
Team, dass dieselben Interessen teilt, ist der Schlüssel sich dem Ansatz der Influencer:innen als
Politiker:in anzunähern.

Quelle: @christianlindner Instagram, Ein Blick auf das Instagram Profil zeigt die Zusammenarbeit
zwischen Team (TL) und Christian Lindner (CL). 40 % übernimmt der Politiker selbst (siehe oben
rechts) - Team Beiträge und eigene Beiträge des Politikers sind immer mit CL oder TL
gekennzeichnet, was für Transparenz in den Profilen sorgt.


#2 Persönlichkeit ist mehr als die Person hinter dem Rednerpult - Die “Marke Mensch” ist essenziell.


Das wichtigste Gut von Influencer:innen ist die eigene Persönlichkeit. Sie sind so beliebt wegen ihrer
authentischen, echten Personal Brand. Ihr Profil steht für einen Menschen mit Gefühlen, mit
Überzeugungen und mit festen Meinungen. Dazu stehen sie. Immer. Und genau das macht ihre
Authentizität aus. Sie kommunizieren ihre Themen und ihre Expertise 24/7 und treten mit ihrem
Content in den direkten Austausch mit ihrer Community
. Sie beherrschen die Kunst der direkten
Kommunikation, aber auch des Zuhörens. Dadurch schaffen sie es zu in einer Sprache zu antworten,
die junge Generationen hören wollen, eine Sprache die sie selbst sprechen. Sie begegnen ihren
Follower:innen mit Respekt
und sind offen für kontroversen Dialog.

Auch für Politiker:innen zählt im Social Web die Persönlichkeit, die Personal Brand. Diese haben
Politiker:innen bereits - aber sie ist zugeschnitten auf klassische Mediengattungen. Für Social Media
heißt Personal Branding ein bisschen mehr als in anderen Gattungen. Es braucht in diesen Kanälen
nicht nur die Politiker:innen Marke, es braucht eine starke Personal Brand. Und diese steckt in jeder
Politikerin und jedem Politiker. Der Grund Politiker:in zu werden hängt bei den meisten mit dem
Wunsch zusammen etwas verändern und bewegen zu wollen. Dinge die einem persönlich am Herzen
liegen. Genau diese Dinge sollten Politiker:innen zusätzlich zu der politischen Agenda in ihrem Social
Media Profilen zum Leben erwecken und in Inhalten platzieren. Es geht darum, die Persönlichkeit zu
zeigen, persönliche Meinungen, Themen die einen ganz besonders bewegen.
Es sind die Dinge, die
die Persönlichkeit schärfen und erst das Profil der Marke Mensch ergeben.

Das Zauberwort ist “Authentizität” - sich selbst immer treu, persönlich, aber nie privat.

Ein Politiker, der diesen Ansatz bereits glaubwürdig und menschlich umsetzt ist Lars Klingbeil. Er
schafft es seine Politiker Marke perfekt mit seiner Personal Brand Marke zu verknüpfen: Er zeigt sein
Engagement als Politiker, sein Engagement als Mensch, Dinge die er liebt, wie seine Heimat und
Musik. Und all diese Themen ergeben ein holistisches Bild eines Menschen, der persönliche
Interessen hat, die er in seinem Job als Politiker verwirklichen will. Noch dazu kommt, dass er es
schafft durch seine persönlichen Vorlieben, wie Musik, Beziehungen zu Playern aufzubauen
, die mit Politik in ihrem beruflichen Alltag wenig zu tun haben. Bspw. taggen ihn Musiker und machen auf ihn aufmerksam. So schafft er es Aufmerksamkeit und Beliebtheit in jungen Zielgruppen aufzubauen, die normalerweise in Social Media nicht nach politischen Themen suchen.

Quelle: Instagram @larsklingbeil, Lars Klingbeil jammed zusammen mit Annenmaykantereit, Max
Herre und Parteikollege Kevin Kühnert für Viva con Agua

#3 Konsistente, starke Meinungen und kontroverser Dialog mit verschiedenen Anspruchsgruppen - Eine einheitliche Haltung über alle Kommunikationswege schafft Vertrauen.


Influencer:innen, die zu politischen und gesellschaftlichen Themen eine Stellung beziehen sind
zumeist sehr stark in ihrer Haltung. Darum nehmen sie Vorbildfunktionen ein und schaffen es junge
Menschen in diese Themen einzubeziehen. Mit ihren Themen und Meinungen werden virale
Bewegungen ins Leben gerufen und tausende gehen auch offline auf die Straße, um für Themen wie
Gleichheit oder Umweltschutz zu demonstrieren.

Starke Meinungen und starkes Agenda Surfing für gesellschaftlich relevante Themen sind Inhalte, die
Gen Z liebt. Sie erkennen ihre eigenen Visionen und Ideen wieder, fühlen sich gehört. Zudem lassen
sie sich von Meinungen und Themen überzeugen und involvieren, mit denen sie normalerweise keine
Berührungspunkte hätten. Der Fachterminus dafür ist Meaning-Transfer, oder in Deutsch:
Bedeutungstransfer und Einflussnahme. Dieser Meaning-Transfer sollte das Ziel von Politiker:innen
mit ihrer Personal Brand und ihrem Content auf Social Media sein
. Junge Menschen durch
Themensetting und Austausch in politische Themen involvieren. Die wichtigen Themen der jungen
Generation ansprechen und Gen Z bei ihren Visionen unterstützen - und das konsistent.

Politiker:innen müssen lernen, wie man Social Media als Tool für’s Zuhören und Agenda
Sufing nutzen kann. Dabei macht der Ton die Musik: Beim zuhören und Agenda Surfing geht
es darum gegenseitigen Respekt zu zeigen. Das bedeutet, nicht nur die eigenen Themen,
sondern auch die Themen der Community aufzugreifen.


Dazu braucht es 4 Dinge: Erstens gilt es Themen und Diskussionen permanent über Listening Tools
zu tracken. Zweites Themen stark zu besetzen und eine klare Stellung zu beziehen über alle
Kommunikationskanäle hinweg. Drittens gilt es in den Austausch zu treten und permanent Gen Z
zuzuhören und ihre Anmerkungen, Vorschläge und Themen ernst zunehmen. Zu guter Letzt sollte
viertens das gehörte und gelernte von Politikern auch ernsthaft weitergetragen werden. Leere
Versprechungen werden von Gen Z mit negativen Feedback (Kommentaren) bestraft - Politiker:innen
müssen die Dinge angehen, von denen sie sprechen. Erst das schafft nachhaltiges Vertrauen.

#4 Supporters Club - Social Media braucht Dialog auch außerhalb des eigenen Channel Ökosystem.


Influencer:innen nutzen ihr Netzwerk ganz gezielt, um Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit zu
generieren. Sie nutzen ihre Freunde, deren Profile und shooten gemeinsamen Content, um
Follower:innen zu gewinnen. Aber nicht nur das: Influencer:innen wie Rezo und Louisa Dellert
sprechen auch mit anderen Akteuren, wie Politiker:innen. Sie schaffen es durch Formate, wie
Instagram Live, ihre eigenen Themen und Themen anderer Akteure zu positionieren und aktiven
Austausch zu initiieren.

Der gewollte Austausch der Influencer:innen mit politischen Akteuren ist ein
empfehlenswertes Sprungbrett für Politiker:innen.

Sie können außerhalb des eigenen Netzwerkes ihre Personal Brand und ihre Themen platzieren. Mit
Hilfe der Influencer:innen kann ebenfalls ein Meaning Transfer stattfinden und das Image von
Politiker:innen mit weiteren, neuen Bedeutungen aufgeladen werden. Diese Meanings werden von
Influencer:innen auf Politiker:innen übertragen und machen sie oder ihn interessant für die
Follower:innen der Influencer:innen. Partnerschaften, bzw. Kooperationen bieten Politiker:innen
enormen Spielraum menschlich, nahbar und offen wahrgenommen zu werden und auf der anderen
Seite Menschen, die mit Politik bis jetzt noch nicht in Berührung gekommen sind, von politischen
Themen zu überzeugen und begeistern.

Dorothee Bär von der CSU ist ein absolutes Vorbild, was der Austausch mit Influencer:innen, anderen
Playern und Kooperationspartnern angeht. Sie trifft sich häufig mit ganz verschiedenen Menschen,
spricht mit ihnen, geht in den Austausch und gibt ihnen einen Bühne auf ihren Profilen, nutzt aber
auch die Bühne anderer Profile, um im Umfeld der jungen Zielgruppen gesehen zu werden.

Quelle: Instagram @dorobaer, Dorothee Bär weiß, dass man sich Partner suchen und sich
gegenseitig unterstützen muss um Reichweite durch Tagging auszubauen und auch auf Profilen
stattzufinden, die nicht in das eigene Kanal-Ökosystem gehören. Neben Politiker:innen und
Organisationen vernetzt sich Bär auch häufig mit Influencer:innen. Zur Hochzeit von Clubhouse war
sie unter anderem sehr aktiv in Clubhouse Rooms mit Louisa Dellert (@louisadellert) und Ann-Kathrin
Schmitz (@himbeersahnetorte)

Was wir daraus mitnehmen:


Die Geheimwaffen der Influencer:innen erscheinen auf den ersten Blick simpel, doch die Umsetzung
und vor allem die Integration dieser Taktiken in den Politkalltag ist alles andere als einfach oder von heute auf morgen umzusetzen.

Social Media bedarf immer einer Strategie, diese muss agil sein, um auf Neuerungen, Features oder
Meinungsströme antworten zu können. Darum steckt eine Menge Arbeit hinter der Umsetzung der
Influencer:innen-Taktiken.
So viel Arbeit, dass es für Politiker:innen alleine, neben dem
umfangreichen, komplexen Job, fast unmöglich ist genauso wie Influencer:innen umzusetzen.
Trotzdem ist es auch für Politiker:innen mit geringer Ressourcendecke möglich Social Media zu
nutzen, um in den direkten Austausch mit Wähler:innen zu gehen - Dann mit einer geringeren
Postingfrequenz. Zudem stecken auch Potenziale darin Sympathisant:innen an sich zu binden, die
ehrenamtlich unterstützen
, um die Social Media Profile aufzubauen und zu bespielen. Denn das
Positive an den Plattformen ist: Social Media kann jeder der möchte lernen.

Es ist aber möglich von Influencer:innen zu lernen und Teile ihrer Strategie zu adaptieren. Daher ist
der wichtigste Tipp, den sich Politiker:innen zu Herzen nehmen sollten regelmäßige Trainings in
digitaler Kommunikation zu absolvieren. Up-to-date zu sein ist die halbe Miete. Weiter ist das richtige
Team die wichtigste Waffe von Politiker:innen - mit der Hilfe eines kompetenten Social Media Team,
welches Influencer-Taktiken kennt und umsetzen kann, wird es auch für Politiker:innen möglich
Influencer:in zu werden oder sich zumindest den Influencer:innen anzunähern. 

 

Das komplette Influencer Tactics Playbook (.pdf) gibt es hier zum Download (Dropbox).


 Autorin

Portrait Nadine Müller
Nadine Müller
Nadine Müller ist als (Digital) Strategist immer darauf bedacht Marken und Zielgruppen im digitalen Raum zusammenzubringen.
Für ihre Masterarbeit im Fach International Brand Communication hat sie sich intensiv der "Marke Mensch" auf Social Media im politischen Kontext gewidmet. Mit Blick auf die wohl "heißeste Zielgruppe" unserer Zeit der Generation Z - Den Wählern von morgen.

 

 

 

 

 

Freitag, 11. Juni 2021

#deinewahl? Influencer:innen und ihr Einfluss auf die politische Meinung von Jugendlichen

Dies ist ein Gastbeitrag von Luisa Muth. Die vorliegenden Erkenntnisse sind Teil ihrer Bachelorarbeit an der Ludwigs-Maximilians-Universität München, die sie bei Prof. Dr. Hans-Bernd Brosius abgelegt hat. 

 

„Daher bitten wir alle: Wählt nicht die CDU/CSU, wählt nicht die SPD. Und wählt schon gar nicht die AfD […].“ (Rezo ja lol ey, 2019).

 

Das forderte Influencer Rezo zusammen mit über 90 YouTuber:innen in einem offenen Brief auf Social Media vor der Europawahl 2019. Millionen Aufrufe innerhalb weniger Tage stießen einen gesellschaftlichen Diskurs an, der Politik und Medien beschäftigte (Duckwitz, 2019). 


Screenshot aus Video von Rezo "Die Zerstörung der CDU"Quelle: YouTube @Rezo ja lol ey

 

Seit ein paar Jahren haben Rezo, Louisa Dellert und Co. das Phänomen „Influencer:innen“ über die Grenzen von Beauty, Gaming und Sport hinaus in den politischen Kontext gebracht. Durch ihre überwiegend junge Zielgruppe (JIM, 2019) bilden sie in der politischen Kommunikation eine erhebliche Säule in der Beeinflussung der politischen Meinung ihrer Nutzer:innen (Duckwitz, 2019). Doch können diese soweit in die politische Meinungsbildung von Jugendlichen vordringen, dass die jungen Erwachsenen ihr Wahlverhalten ändern? Diese und weitere Aspekte habe ich in meiner Bachelorarbeit zur Rolle von Influencer:innen in der politischen Meinungsbildung von Jugendlichen untersucht.


Das Meinungsführerkonzept

 

Zur theoretischen Fundierung diente mir unter anderem das Meinungsführerkonzept nach Lazarsfeld, Berelson und Gaudet (1944), angewendet auf den digitalen Bereich. Dies besagt, dass Personen oder Organisationen einen Einfluss durch Information und Persuasion in den sozialen Medien auf die Einstellungen und Handlungen anderer Personen haben (Geise, 2017, S.4). Gerade die starke Nutzung unter jungen Menschen machen Social Media Influencers (SMI) als potenzielle Meinungsführer bei Jugendlichen interessant.


Methodik 

 

Auf Grundlage dessen habe ich zwölf qualitative, halbstandardisierte Leitfadeninterviews mit Jugendlichen zwischen 16 und 22 Jahren geführt, die Influencer:innen nutzen. Im zweiten Schritt wurden die Interviews transkribiert, codiert und mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse und einer Typenbildung ausgewertet. Hierbei sollte angemerkt werden, dass meine Ergebnisse nicht auf die Grundgesamtheit übertragbar sind. Das Ziel meiner Studie war eine tiefergehende Betrachtung des Themas, welches auf Basis meiner Erkenntnisse in Folgestudien quantitativ untersucht werden kann. 


Verschiedene Nutzungsmuster & Wahrnehmungen von Influencer:innen


Die Nutzungszwecke der Influencer:innen variieren unter den Befragten stark: mal werden sie aus Interesse an dem jeweiligen Themenschwerpunkt, mal aus Sympathie, Unterhaltungsgründen, Zeitvertreib oder eben zur politischen Information genutzt. Letztere kann intendiert und nicht intendiert stattfinden, wenn SMI wie beispielsweise Stefanie Giesinger über Politik sprechen, obwohl der Themenschwerpunkt ihres Kanals ein anderer ist. 

Die Nutzungszwecke nehmen Einfluss auf das jeweilige Influencer:innen-Bild der Befragten. So werden SMI, die sich hauptsächlich mit Politik beschäftigen, seriöser und glaubwürdiger wahrgenommen. Denn die Befragten assoziieren sie nicht mit Werbung, sondern mit Information, Inhalten und der eigenen Meinung – ohne Einflüsse von außen. Durch die Thematisierung politischer Themen und die Äußerung ihrer eigenen Meinung sind sie jedoch auch öfter mit Hass konfrontiert, weshalb ihnen zusätzlich eine stärkere Persönlichkeit zugeschrieben wird. 

 


Quelle: Instagram @stefaniegiesinger

 

Politische Expertise fördert Glaubwürdigkeit 

Grundsätzlich können bei einigen Befragten Aspekte der Quellenglaubwürdigkeit nach Hovland, Irving & Kelley (1953) im Bezug auf SMI nachgewiesen werden. Die Glaubwürdigkeit ist höher, wenn sie keine Werbung machen, die Kommunikation an die junge Zielgruppe anpassen sowie transparente und fundierte Informationen liefern. Weiterhin sollten glaubwürdige Influencer:innen Expertise in einem Thema haben sowie konsistent und authentisch kommunizieren.

Vor allem politische SMI wie Rezo nehmen die Jugendlichen aus oben genannten Gründen besonders glaubwürdig wahr, was ein Einflusspotenzial politischer Influencer:innen  auf die politische Meinungsbildung von Jugendlichen zeigt und eine Meinungsmacht ausgehend von politischen SMI annehmen lässt.


Nachrichtenquelle Nummer 1: Tagesschau und Co. 

Es hat sich gezeigt, dass die jungen Erwachsenen die klassischen Medien zur Informations- und Nachrichtennutzung präferieren. Politische Influencer:innen werden bei höherem politischem Interesse ergänzend oder komplementär genutzt. Beispielsweise zur Diskussion von bereits rezipierten Inhalten aus den klassischen Medien oder zur Information über Themen, die von Tagesschau und Co. nicht thematisiert werden.  

Quelle: Instagram @louisadellert

Klassische Medien sind somit noch immer relevant für die Meinungsbildung von Jugendlichen. Influencer:innen, die ergänzend oder vertiefend zu einem Thema aus den Nachrichten genutzt werden, sind für die Meinungsbildung ebenso relevant. Denn SMI können zu einem Thema ihre Meinung äußern und hierzu ihre Zielgruppe mobilisieren, was sie bei einigen Befragten als digitale Meinungsführer qualifiziert. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einfluss auf die Wahlentscheidung

Der Einfluss von Influencer:innen auf die Wahlentscheidung von Jugendlichen variiert je nach Nutzungsmotiv, Bild und Glaubwürdigkeit der SMI sowie Alter, politischem Interesse und politischer Meinung der Jugendlichen. Vor allem bei Identifikation und Sympathie, ähnlichen Interessen und politischen Einstellungen zwischen Influencer:in und Follower:in sind SMI glaubwürdiger. Hier zeigt sich ein Verstärkereffekt nach Geißler (1981) der eigenen politischen Meinung durch die Nutzung von Influencer:innen. Die Befragten schätzen vor allem jüngere User:innen zwischen 16 und 19 Jahren sowie Erstwähler:innen als besonders leicht zu beeinflussen ein. Denn diese haben häufig eine weniger gefestigte eigene Meinung und identifizieren sich stärker mit den SMI, weshalb sie deren Botschaften einen höheren Glauben schenken. 

 

Verschiedene Beeinflussungstypen

Diese Erkenntnisse resultieren in vier Typen, die unterschiedlich stark von Influencer:innen in ihrer politischen Meinung und Wahlentscheidung beeinflusst werden: Die Politikinteressierten, die Vielseitig Interessierten, die Unterhaltungssuchenden und die Kommerziellen Nutzer:innen (absteigende Beeinflussung). Die größte Rolle nehmen SMI in der Meinungsbildung von politisch interessierten Jugendlichen sowie Nutzer:innen von politischen Influencer:innen ein. 



Nutzer:innen-
typen

Politik-
interessierte

Vielseitig Interessierte

Unterhaltungs-
suchende

Kommerzielle
Nutzer:innen

Politisches Interesse & Partizipation

Jeweils hoch

Hohes pol. Interesse, mittlere pol. Partizipation

Jeweils mittel

Mittleres pol. Interesse, keine pol. Partizipation

Nutzungs-
zweck Influencer:in

Politische Information

Information & Inspiration im eigenen Interessensgebiet

Zeitvertreib & Unterhaltung

Tipps & Empfehlungen, für einen Mehrwert

Definition Influencer:in

Beeinflussung & Information ihres Publikums

Vermittlung von Informationen auf einem bestimmten Gebiet.

Haben eine bestimmte Aufgabe inne, wie die Unterhaltung ihrer Zuschauer:innen

Unternehmens-
botschafter:in & Produktvermarkter:in

Nutzungs-
häufigkeit

Täglich

Tägl.-mehrmals wöchentl.

Selten

Tägl.- mehrmals wöchentl.

Informations-nutzung

Hauptquelle d. Informations-
nutzung i. d. klass. Medien, SMI helfen bei der Einordnung des v. d. Medien gesagten.

Klassische Medien & Online-Medien. Influencer-
Nutzung ist ebenfalls möglich.

Klassische Medien & Online-Medien. Influencer werden nicht genutzt.

Hauptsächlich über klassische Medien

Meinungs-
führerschaft

Vorhanden

Vorhanden in genutzten Themenbereich, möglich bei pol. Nutzung

Nicht vorhanden

Vorhanden auf dem Gebiet der Produktempfehlungen

Glaubwür-
digkeit

Groß

Groß, wenn Seriosität wahrgenommen 

Gering

Sehr gering

Beeinflus-
sungspotenzial

Hoch. Wird positiv gesehen, da Influencer:in genutzt wird, die dieselbe pol. Meinung hat.

Mittel. Bei Rezeption fundierter Information hoch, sonst gering. Wahlentscheidung über klass. Medien.

Gering. Bei seltener Nutzung pol. Influencer wie Rezo vorhanden.

Sehr gering. Pol. Äußerungen werden abgewertet.

Nutzertypentabelle, Quelle: eigene Darstellung

 

Meine Studie hat gezeigt, dass Influencer:innen durchaus einen Einfluss auf die politische Meinungsbildung und Wahlentscheidung der Jugendlichen nehmen. Jedoch ist dieser eher als eine Vertiefung der eigenen Meinung zu sehen und je nach persönlichen Prädispositionen verschieden ausgeprägt. 




Autorin 

Luisa Muth hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München Kommunikationswissenschaft mit Politikwissenschaften im Nebenfach studiert, wobei sie sich viel mit Online-Kommunikation und Rezipientenforschung beschäftigte. Zurzeit arbeitet sie in einer Agentur für Campaigning und beginnt im Herbst 2021 ihr Masterstudium.

 

Kontakt: LinkedIn



 

 

Quellen

Duckwitz, A. (2019). Influencer als digitale Meinungsführer. Wie Influencer in sozialen Medien den politischen Diskurs beeinflussen – und welche Folgen das für die demokratische Öffentlichkeit hat. Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung.

Geise, S. (2017). Meinungsführer und der Flow of Communication. In P. Rössler, & H.-B. Brosius (Hrsg.), Konzepte. Ansätze der Medien- und Kommunikationswissenschaft (Band 19). Baden-Baden: Nomos.

Geißler, R. (1981). Wandel durch Massenmedien. Die Verstärker-Doktrin neu durchdacht. COMM, 7, 169-185.

Hovland, C. I., Irving L. J., & Kelley, H. (1953). Communication and Persuasion. Psychological Studies of Opinion Change. London: New Haven.

Lazarsfeld, P.F., Berelson, B., & Gaudet, H. (1944). The People’s Choice. How the Voter Makes Up His Mind in a Presidential Campaign. New York: Duell, Sloan and Pearce.

Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest. (2019). JIM-Studie 2019. Jugend, Information, Medien. Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger. Online abgerufen unter: http://www.mpfs.de/fileadmin/files/Studien/JIM/2019/JIM_2019.pdf (13.10.2020).

Rezo ja lol ey (2019). Ein Statement von 90+ YouTubern. Online abgerufen unter: https://www.youtube.com/watch?v=Xpg84NjCr9c (27.11.2020).

 


Freitag, 13. November 2020

Wer hasst wen? – Hate Speech auf den Facebook-Seiten politischer Parteien

Dies ist ein Gastbeitrag von Bastian Rosenzweig, er hat im letzten Semester sein Bachelorstudium in Kommunikationswissenschaft, Philosophie und Soziologie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg abgeschlossen. Im Blog präsentiert er zentrale Ergebnisse seiner Bachelorarbeit zum Thema Hate Speech auf den Facebook-Seiten deutscher Bundesparteien. Hierzu analysierte er die zwischen 2016 - 2018 auf den Facebook-Seiten von CDU, CSU, SPD, LINKE, Grünen, FDP und AfD veröffentlichten Kommentare.        

 

Logo Otto-Fiedrich-Universität Bamberg
Logo Otto-Fiedrich-Universität Bamberg
Am 1. Juni 2019 erschießt der rechtsextreme Stephan Ernst den CDU-Politiker Walter Lübcke. Sowohl im Vorfeld wie auch danach wird der Mord im Internet von Hasskommentaren begleitet. Unter anderem hetzen die AfD-nahe Ex-CDU-Politikerin Erika Steinbach und der rechtsextreme Blog PI-News mit einem vier Jahre alten Video gegen Lübcke. Morddrohungen, die in Reaktion darauf in den Kommentaren auftauchen, werden nicht gelöscht. In den Tagen nach der Tat werden Beiträge veröffentlicht, die Freude über den Tod des Politikers ausdrücken. Auch Stephan Ernst selbst räumte später ein, in der Zeit vor der Tat unter einem Pseudonym Hasskommentare gepostet zu haben.

 

Hate Speech

Der Fall Lübcke zeigt in aller Deutlichkeit, was schon länger klar ist: dass sich Hate Speech im Internet nicht von der „realen“ Welt trennen lässt. Hassbeiträge wirken auf individueller Ebene ähnlich wie Mobbing, auf gesellschaftlicher Ebene können sie den Diskurs verzerren und die strukturelle Benachteiligung bestimmter Gruppen reproduzieren. In einer Studie der Landesanstalt für Medien NRW gibt über ein Drittel der Befragten an, von Hasskommentaren verängstigt zu sein. Eine Umfrage von Campact ergab, dass sich circa die Hälfte der Befragten wegen Hate Speech seltener zu ihrer politischen Meinung bekennen.

Unter Hate Speech fallen in den gängigen Definitionen alle Äußerungen, die die Herabsetzung (also nicht etwa die Kritik) bestimmter, meist marginalisierter, Gruppen zum Ziel haben. Darunter fallen beleidigende Beiträge, die auf ganze Gruppen abzielen, aber auch herabwürdigende Äußerungen gegenüber Einzelpersonen, sofern die Herabwürdigung mit der (vermeintlichen) Gruppenzugehörigkeit begründet wird.

Abbildung 1. Tortendiagramm mit Facebook-Abonnierende nach Partei
Abb 1. Facebook-Abonnierende nach Partei
Um das Ausmaß von Online Hate Speech besser einschätzen zu können, wurden in der vorliegenden Arbeit die Facebook-Seiten der aktuell im Bundestag vertretenen Parteien analysiert. Untersucht wurde unter anderem, wie hoch im Zeitraum von 2016 bis 2018 der Anteil an Hasskommentaren war, welche Themen dort Hate Speech nach sich zogen und welche gesellschaftlichen Gruppen davon betroffen waren.

 

 

 

 

 

Das Ausmaß

In den drei Jahren wurden insgesamt 4.447.947 Kommentare auf den Facebook-Seiten der sieben Parteien veröffentlicht, aus denen dann eine einfache Stichprobe gezogen wurde. Hate Speech findet sich in 4,33% der Beiträge. Bei der AfD (auf die 32% aller Abonnierenden und über ein Drittel aller Kommentare abfallen) ist dieser Anteil mit 6,79% am höchsten. Darauf folgen die Grünen mit 4,76% und die Linken mit 3,38%. Da Kommentare bei Facebook von den Seitenbetreiber*innen gelöscht werden können, muss man davon ausgehen, dass der Anteil eigentlich größer ist.

Balkendiagramm Anteil an Hasskommentaren nach Partei
Abbildung 2: Anteil an Hasskommentaren nach Partei und Jahr


 

Welche Themen ziehen Hasskommentare nach sich?

Wo Hasskommentare veröffentlicht werden sagt nur bedingt etwas über deren Inhalt aus, da ja auch Rechtsradikale bei den Linken kommentieren können oder Linke bei der AfD. Aufschlussreicher ist da ein Blick auf den Inhalt bzw. die Gruppe, die das Ziel der Hassbeiträge ist. Hate Speech findet sich unter Posts zu fast allen Themen. Der größte Anteil fällt hierbei ab auf die Themen Frauenrechte (15,38%), Terrorismus (11,32%) und Rechtsextremismus (10,91%).

Abbildung 3:  Balkendiagramm mit Themen, die Hasskommentare nach sich ziehen
Abbildung 3: Themen, die Hasskommentare nach sich ziehen

 

Wer ist betroffen?

Opfer von Hate Speech sind in 46,67% der Fälle Migrant*innen, im Jahr 2017 lag der Anteil sogar bei 69,23%. Der am häufigsten gelikete Hasskommentar fällt ebenfalls in diese Kategorie und beinhaltet die Aussage: „Hälse durchschneiden , das ist was sie kennen und wollen …“ Er wurde 2018 auf der Facebook-Seite der AfD veröffentlicht und bis zur Erhebung im März 2019 nicht entfernt. Des Weiteren richten sich die Hassbeiträge gegen Politiker*innen im Allgemeinen (14,44%), Muslim*innen (12,22%) und Linke (10%). Auffällig ist, dass Hasskommentare bei den Linken in 60% der Fälle auf Linke abzielen. Auch hier scheinen also eher rechts gesinnte Personen zu kommentieren.

Abbildung 4: Balkendiagramm Betroffene nach Jahr
Abbildung 4: Betroffene nach Jahr

 

Die vor allem von Anhänger*innen der AfD immer wieder bemühte These, Rechte bzw. Konservative seien ebenso oft Opfer von Hate Speech wie alle anderen konnte nicht bestätigt werden. Nur 1,11% aller Hasskommentare richten sich gegen rechte/konservative Personen. Viel mehr lässt ein Großteil der Hasskommentare auf eine rechtsextreme Gesinnung des*der Verfasser*in schließen. Wenn man sich die Definition von Hate Speech ansieht, ist auch nichts anderes zu erwarten: Die Herabsetzung benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen wird i. d. R. von rechtspopulistischen bis konservativen Kräften vorangetrieben.

 

Hate Speech in der Echokammer

Ein weiteres Ergebnis, das aus der Arbeit hervorgeht ist, dass Kommentare, die Hate Speech enthalten öfter mit „Gefällt mir“ markiert werden als Kommentare ohne. Neutrale Beiträge erhalten im Schnitt 2,60 Likes, bei Hasskommentaren liegt diese Zahl bei 4,73. Auch hier gibt es zwischen den Parteien große Unterschiede: Bei der SPD, CDU, FDP und Linken werden Hasskommentare seltener geliket als neutrale Beiträge. Einzig bei den Grünen (2,17 zu 1,81), der CSU (2,3 zu 1,87) und der AfD (5,97 zu 2,89) werden Hasskommentare häufiger mit „Gefällt mir“ markiert, bei der AfD sogar mehr als doppelt so häufig. Da die Hate Speech-Beiträge hauptsächlich auf rechtsradikale bis rechtsextreme Gesinnungen schließen lassen, kann man aufgrund dieser Zahlen davon ausgehen, dass die Seite der AfD eine Art Echokammer für solcherlei Ansichten bildet.

Auch wird auf Posts (der Parteien selbst), die bereits Hate Speech enthalten häufiger mit Hasskommentaren reagiert wird als auf andere. Auf „neutrale“ Posts folgt in 4,23% der Fälle Hate Speech, bei Hassposts ist dieser Anteil mit 8,47% ungefähr doppelt so hoch. Da die AfD die einzige Partei ist, die regelmäßig selbst Hate Speech-Beiträge veröffentlicht, kann man vermuten, dass sie selbst zum Anteil der Hasskommentare beiträgt.

 

Rechtsextremer Hass

Insgesamt ist erkennbar, dass Hate Speech erstens häufig (in mindestens 4,33% der Fälle) anzutreffen und zweitens eine vor allem rechtsextreme Angelegenheit ist.

4.33% scheinen kein so großer Anteil zu sein. Allerdings muss man beachten, dass hierunter wirklich nur Hate Speech fällt und keine reinen Falschinformationen, Beleidigungen oder harmlosere hämische Kommentare. Ebenfalls ist zu berücksichtigen, dass sechs der sieben Parteien angeben, solche Beiträge zu löschen. Zudem enthalten über 35% der Posts auf die sich die Kommentare beziehen nur harmlose parteibezogene Inhalte wie Mitgliederwerbung, anstehende Termine oder Feiertagswünsche.

Abbildung 5: Tortendiagramm Politische Einordnung der Hasskommentare
Abbildung 5: Politische Einordnung der Hasskommentare

Dass das Phänomen Hate Speech tendenziell rechtsextremer Natur ist, ist einerseits an den betroffenen Themen und Gruppen erkennbar, andererseits auch am Facebook-Auftritt der AfD selbst. So ist sie die einzige Partei, die keine Kommentarregeln auf ihrer Seite eingebunden hat und auch keine solchen anzuwenden scheint, da sie eine hohe Zahl von Hasskommentaren stehen lässt, selbst wenn darin gefordert wird, anderen Menschen die Hälse durchzuschneiden. 

 

Die komplette Bachelorarbeit von Bastian Rosenzweig gibt es bei Das NETTZ zum Download

 

Autor 

Portrait Bastian Rosenzweig
Bastian Rosenzweig
Bastian Rosenzweig studiert an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Philosophie im Master. Zuvor absolvierte er ein Bachelorstudium in Kommunikationswissenschaft, Philosophie und Soziologie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, in dessen Rahmen er sich mit Online Hate Speech beschäftigte.

Twitter: @bastianrosen2g