Mittwoch, 21. September 2016

Snapchat kann Politik! - Wie die CSU die App erfolgreich nutzt

Dies ist ein Gastbeitrag von Karsten Dietel. Er ist Head of Social Media bei der Christlich-Sozialen Union (CSU) und verantwortete auch die Einführung von Snapchat. Die CSU war die erste deutsche Partei die auf Snapchat aktiv wurde.

Logo der CSU
Parteien müssen dort sein, wo Menschen über Politik diskutieren. Das ist zwar eine abgegriffene Redensart, aber sie stimmt. Die CSU macht das bereits seit Jahrzehnten sehr erfolgreich. „Lufthoheit über den Stammtischen“ wurde das früher immer genannt. Wir im Social Media Team sind für die digitalen Stammtische, also für Facebook, Twitter, Instagram und seit nun einem Jahr auch für Snapchat zuständig.

CSU auf Snapchat
Es gibt immer wieder Netzwerke, die gehyped werden und nach ein paar Monaten wieder verschwinden. Snapchat hat sich allerdings etabliert: In den USA erreicht der Messenger schon 60% aller Smartphone-User. In Deutschland nutzen bereits über 3 Millionen Menschen den Messenger – Tendenz steigend. Snapchat ist global schon jetzt die Plattform mit den meisten Bilder- und Video-Uploads pro Tag (266k alle 30 Sekunden). Dass Instagram nun Snapchats Storyfunktion kopiert und in die eigene App integriert, zeigt wie erfolgreich und attraktiv Snapchat geworden ist.




Die CSU (@csu_de) ist die erste Partei in Deutschland, die sich auf Snapchat gewagt hat und wir haben es nicht bereut. Nach und nach legen sich nun auch die anderen Parteien Accounts an, ihre Sprache scheinen sie aber noch nicht wirklich gefunden zu haben. 

Snap-Code
Andreas Scheuer auf Snapchat
Seit dem Parteitag 2015 liefern wir unseren Followern über diesen Kanal einen ziemlich ungeschminkten Blick hinter die Kulissen, begleiten Großveranstaltungen oder Parteivorstandssitzungen und übersetzen komplexe politische Inhalte mit Emojis und allerhand Scribbles in kurzweilige Politikhäppchen. Auch CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer (@AndreasScheuer) snappt seit Mai 2016 fleißig von Veranstaltungen.

Sowohl unsere Followerzahlen als auch Views und Screenshots steigen stetig an. Zwar hat Snapchat noch eine weitaus geringere Reichweite als unser Facebook- oder Twitter-Account, aber die Nähe vor allem zu unserer jüngeren Community ist wesentlich größer. Auf Facebook ist die stärkste Altersgruppe unserer Fans zwischen 25 und 44 Jahren alt. Auf Snapchat dürfte sie deutlich jünger sein. Außerdem ist die Snapchat-Community viel offener, wenn es darum geht Content zu erstellen und zu teilen. Uns erreichen täglich Snaps von Nutzern, mit tollen Bildern aus Bayern oder Fragen zu unserer Politik. Die App macht es Nutzern aber auch sehr einfach. 

Snap der CSU
Coole Snaps nehmen wir immer gerne in unsere Storys auf oder treten direkt in den Dialog. Uns kommt es auf einen guten Mix aus „harten“ und „weichen“ Inhalten und einen lockeren Ton an. Schließlich muss es sich auf Snapchat nicht immer nur um Klartext und um Gesetze drehen.

Die Interaktionen und das Feedback zeigen uns, dass die sehr junge Zielgruppe – 51% der User sind zwischen 16-24 Jahre alt – sehr wohl an politischen Inhalten interessiert ist. Auf Snapchat kann man keine Videos mit vielen Effekten oder hochauflösende Photoshop-Grafiken posten, das wird hier auch gar nicht erwartet. Man kann Politik aber sehr direkt vermitteln und Menschen einen Einblick in die Arbeit von Politikern geben, den sie sonst vielleicht nie hätten. Wer uns auf Snapchat folgt, ist bei allen spannenden Ereignissen rund um die CSU ganz vorne mit dabei.



Seehofer vor Journalisten
Snap der CSU




Gute Storys sind durchaus zeitaufwändig. Wer glaubt, Snapchat könne der Praktikant in der Online-Redaktion mal nebenbei miterledigen, der liegt falsch. Wer Snapchat richtig betreiben will, braucht Zeit und Kreativität. Eine einzelne Person kann zum Beispiel auf einem Event nicht parallel Facebook, Instagram und Snapchat bedienen. Denn die Nutzer wollen spannende Storys und erwarten Antworten auf Fragen. Das kostet viel Zeit, aber gerade diese one-to-one-Kommunikation macht den Messenger für uns so wertvoll und wir lernen täglich dazu.

Wenn man einen Blick nach Amerika wirft, wo Snapchat im Campaigning bereits eine größere Rolle spielt, kann man erahnen, wohin die Reise im digitalen Wahlkampf geht.

Wir freuen uns bei dieser Entwicklung vorne mit dabei zu sein, denn Politik und Snapchat: das passt einfach zusammen. Und jetzt sind wir auf eure Snaps gespannt – einfach an @csu_de!

Anmerkung Einen Überblick über alle snappenden deutschen Politiker, Parteien, Parlamente & Regierungsinstitutionen gibts hier.



Autor

Karsten Dietel
Karsten Dietel (31) ist Head of Social Media bei der Christlich-Sozialen Union. Er kümmert sich mit seinem #löwenstarken Team um die digitalen Stammtische









 

Donnerstag, 15. September 2016

Digital Public Affairs - Twitter ist wichtigstes Tool der Interessenvertreter

Tadaaaaaa. Und da ist sie wieder, die alljährliche Public Affairs Umfrage von MSL Germany. Auch in diesem Jahr befragte die auf Reputationsmanagement und PR spezialisierte Kommunikationsagentur wieder über 300 Kollegen aus dem Berliner Public Affairs-Kosmos. In der 15. Auflage bewerten diese die Arbeit von Bundesregierung und Opposition kurz vor der Bundestagswahl 2017, geben Auskunft zum Umgang mit Parteien an den äußeren Rändern des Parteienspektrums und zum Stand der Lobbyregulierung.

Logo MSL Germany
Ich habe mir wieder die Antworten zum Thema Digital Public Affairs, also dem Einsatz von digitalen Instrumenten in der Lobbyarbeit, genauer angeschaut und mit den Ergebnissen aus 2014 und 2015 verglichen.

Bereits in den letzten Jahren konnte man feststellen, das die Interessenvertretung und deutsche Lobbyisten immer stärker auf digitale Kanäle und Social Media setzten. Wie hat sich dies in den letzten 12 Monaten entwickelt?


Social Media hat sich in der Lobbyarbeit etabliert 


Infografik
Welche Instrumente nutzen Sie um politische Kontakte zu pflegen?
Ähnlich wie in der deutschen Gesamtbevölkerung geben fast die Hälfte aller Interessenvertreter an, Social Media für die tägliche Arbeit zu nutzen. Im Jahr 2014 waren dies 54 Prozent, im Jahr darauf überraschenderweise nur noch 35 Prozent. Es zeigt sich, dass sich die Nutzung von Facebook, Twitter, Blogs & Co stabilsiert hat und mittlerweile für jeden zweiten Interessenvertreter zum normalen Tagesgeschäft gehört.

Dies bestätigt auch ein weiteres Ergebnis: 63 Prozent der Public-Affairs-Verantwortlichen unterhalten dauerhaft und projektbezogen Social Media-Präsenzen. Dies ist im Vergleich zu 2015 allerdings ein leichter Rückgang von 5 Prozent. 

Tabelle mit Umfrageergebnissen
Infografik: Sind Sie im Social Web präsent?









Unangefochten das wichtigste Lobby-Instrument bleibt aber mit 100 Prozent das persönliche Treffen mit Entscheidungsträgern, gefolgt von eigenen Veranstaltungen (72 Prozent), der guten alten Podiumsdiskussion (57 Prozent) und Workshops mit Abgeordnetenmitarbeitern (54 Prozent). Social Media wird allerdings häufiger genutzt als regelmäßige Mailings und Email-Newsletter. Ein starker Abfall zu den vorangegangenen Jahren, wo fast doppelt so viele Interessenvertreter auf Email-Newsletter setzten. Ist der Trend in dieser Branche schon wieder vorbei?

Twitter ist der Liebling der Lobbyisten 


Infografik: Welche Social-Media-Instrumente nutzen Sie zur Pflege von politischen Kontakten?

Ungefähr 56 Prozent aller Bundestagsabgeordneten sind aktiv auf Twitter, bei den deutschen Europaabgeordneten sind es sogar 75 Prozent und außer dem Bundesverteidigungsministerium twittern auch alle anderen 13 Bundesministerien. Dies zeigt die hohe Relevanz des Microbloggingdienstes in der deutschen Politik - im Vergleich zur Gesamtbevölkerung, wo nach Schätzungen nur ca. 900.000 deutsche Nutzer aktiv dabei sein sollen.

Diese Bedeutung spiegelt sich auch bei den Interessenvertretern wieder. Das mit Abstand meistgenutzte Netzwerk für die digitale Kontaktpflege ist mit 60 Prozent Twitter. Erst dann kommt Branchengrösius Facebook (49 Prozent) und abgeschlagen Netzwerke wie YouTube (28 Prozent), XING (28 Prozent) und LinkedIn (18 Prozent). Hype-Netzwerke wie Snapchat und Instagram spielen hingegen ebenso fast keine Rolle, wie Petitionsplattformen (change.org, openPetition) und Google+ (Gibts das noch?).

Überraschend ist, dass im Vergleich zu 2015 die Nutzung der Netzwerke - mit Ausnahme von XING - noch weiter gewachsen ist. So nutzen im Jahresvergleich nun 8 Prozent mehr Lobbyisten Twitter und die Facebook-Nutzung stieg um beachtliche 13 Prozent. Sogar Google+ konnte wieder von 0 auf 3 Prozent zulegen (Wirklich, gibts das noch? Und welcher Entscheidungsträger nutzt das noch?).   


Nichts geht über den Pressespiegel am Morgen


Tabelle
Infografik: Wo informieren Sie sich am Morgen? (2016)

Gaben im Jahr 2015 noch 82 Prozent der Public-Affairs-Verantwortlichen an mit Online-Medien in den Tag zu starten, liegt nun wieder der klassische Pressespiegel an erster Stelle, beim informativen Start in den Tag. Eine Renaissance des Reporting-Instrumentes? Immerhin ein Anstieg um 13 Prozent.

Auch wenn der eigene Email-Newsletter an Relevanz verloren hat (siehe oben), die kuratierten Dienste verschiedener Medien liegen hoch im Kurs: 70 Prozent der Lobbyisten informieren sich am Morgen über Newsletter, ein Anstieg um 11 Prozent zum Vorjahr. Mit Social Media starten immerhin 37 Prozent in den Tag (2015: 25 Prozent), etwa halb so viele wie mit Tageszeitungen (63 Prozent, Wert identisch mit 2015).

Infografik: Wo informieren Sie sich am Morgen? (2015)


Größter Verlierer ist neben den Online Medien das Fernsehen. Nur noch 12 Prozent der Interessenvertreter schalten am Morgen das TV-Gerät ein.

Die kompletten Ergebnisse der Studie gibt es hier bzw. in dieser Slidshare-Präsentation:




Wie wird sich die Nutzung von Social Media für die Public-Affairs-Arbeit in Zukunft entwickeln? Welche Bedeutung wird Digital Public Affairs in Zukunft haben? Freue mich über eure Thesen, Glaskugel-Blicke und Meinungen in den Kommentaren. Danke!

   

Dienstag, 23. August 2016

Nie wieder Tour-Tagebuch: Facebook Live im politischen Feldexperiment

Dies ist ein Gastbeitrag von Martin van Elten. Er hat den Online-Wahlkampf für verschiedene Gliederungen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt und seine Spitzenkandidatin 
Prof. Dr. Claudia Dalbert konzeptionell mitentwickelt. 

Am Anfang jeden Wahlkampfs steht die Entwicklung neuer Formate



Grün für Mensch und Tier
Wahlplakat Bündnis 90/Die Grünen Sachsen-Anhalt
Grundsätzlich stehen alle Parteien zu Beginn eines Wahlkampfs vor der Herausforderung neue Formate zu finden, die Wählerinnen und Wähler ansprechen. Dies ist einerseits genauso verständlich, schließlich will man den Menschen vergegenwärtigen, dass der Wahlkampf begonnen hat, wie falsch, da es sehr schwierig ist neue Formate noch während eines Wahlkampfs zu etablieren. Für die grüne Spitzenkandidatin Claudia Dalbert galt es ein zu ihrer Person passendes Konzept für den Wahlkampf zu entwerfen. Dabei hatte jeder Kanal einen Mehrwert: Auf Instagram gab es Einblick auf eher Privates (#Throwbackthursday), auf Twitter wurde man in Echtzeit mit durch den Wahlkampf genommen und auf Facebook gab es neben einer Sharepic-Wahlkampagne jeden Tag ein Live-Video von ihrer Spitzenkandidatinnentour durch Sachsen-Anhalt unter der Marke #ClaudiaDirekt. Die Live-Videos entwickelten sich zu einer reichweitenstarken Alternative zu Tour-Tagebüchern in Form klassischer Blogbeiträge, die auch nach der Wahl ihren Platz in Claudia Dalberts Kommunikation gefunden haben.

Die Entwicklung von #ClaudiaDirekt



Pluragraph.de
Entwicklung Social-Media-Kanäle Prof. Dalbert // pluragraph.de
Bei der Idee Live-Videos von der Tour zu senden stellten sich einige Fragen: Zunächst die schon im Gastbeitrag zu Ministerpräsident Reiner Haseloffs Facebook-Live-Premiere diskutierte Frage, ob Facebook Live oder ein anderer Streamingdienst wie Periscope genutzt werden sollten. Die Entscheidung für Facebook Live fiel dabei schnell wie eindeutig. Zum einen verfügte Claudia Dalbert auf Facebook über eine deutlich größere Anhängerschaft (fast 3 Mal so viel Fans auf Facebook wie Follower auf Twitter) und zum anderen wirkte es so, als ob es gerade in Sachsen-Anhalt kaum eine politische Öffentlichkeit auf Twitter gebe, die nicht entweder Journalisten oder Interessierte sind, die sowieso schon parteipolitisch gebunden sind. Es schien so, dass sich auf Facebook mehr unentschlossene Wählerinnen und Wähler, vor allem über zielgruppenspezifische Werbung, erreichen ließen. So konnte über den Werbeanzeigenmanager die Zielgruppe in etwa auf das (engere) Zweitstimmenpotenzial von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen-Anhalt eingestellt werden.

Prof. Claudia Dalbert
Erstes #ClaudiaDirekt Live-Video von der #GrünTour16
#ClaudiaDirekt wurde als Marke entwickelt, die es als kurze Statements von 30-90 Sekunden und als Sprechstunde gibt. Darüber hinaus ist die Weiterentwicklung zu anderen Live-Formaten denkbar. Die Tour-Statements sind dabei Alternative zu einem klassischen Blog, der von der Tour aufgeführt wurde, aber in der Regel nur wenige Menschen erreicht. Auch beim Vergleich des Aufwands schlägt Facebook-Live das Blog: Ein Live-Video hat im Idealfall einen Aufwand von nur 5-10 Minuten und bietet den Nutzern die Möglichkeit live zu reagieren. Hier geht die Rechnung des geringen Aufwands nur auf, wenn sowieso eine Begleitperson bei Terminen dabei ist, wie etwa bei einer Wahlkampftour oder Sommertour. Ansonsten muss natürlich auch die Arbeits- und vor allem Reisezeit der Begleitperson berücksichtigt werden. So kann sich der Aufwand für ein Live-Video z.B. aus Berlin auf mehrere Stunden summieren. Kommentare gab es überraschenderweise insgesamt relativ wenige und überwiegend positive. Schnell entwickelte sich ein Stammpublikum, das sich die Videos regelmäßig live angesehen hat.

Technische Probleme gab es während der Tour nur wenige, Bildaussetzer entstanden vor allem, wenn über W-LAN gesendet wurde, das Mobilfunknetz war selbst in kleineren Orten stabil. Gelegentlich sind die Aufnahmen zu dunkel, es sollte bei der Aufnahme darauf geachtet werden, dass der Ort hell genug ist und es wenn möglich keine bzw. nur leise Hintergrundgeräusche gibt. Die anfängliche geplante Verwendung eines Mikrofons erwies sich nicht als erforderlich, teilweise wurde ein Stativ benutzt. Dieses sorgt zwar für zusätzlichen Aufwand, verbessert aber die Qualität der Aufnahmen deutlich.

Beim ersten Video gab es einige Anlaufschwierigkeiten: Es gab wegen des W-LANs Aussetzer im Video und mit 300 Aufrufen war die Reichweite eher bescheiden. Wichtig war in diesem Moment, dass am Format festgehalten wurde und sich das Format trotz der Anfangsschwierigkeiten etablieren konnte. Zielgruppe von #ClaudiaDirekt sind vor allem Parteimitglieder und Unterstützer*innen; ein Tour-Videotagebuch ist keine Massenkommunikation, sondern dient vorwiegend der Mobilisierung der eigenen Leute sowie der Information der interessierten Öffentlichkeit. Die organische Reichweite während der Tour lag zwischen 157 und 421 Aufrufen; mit 10 Euro gesponserte #ClaudiaDirekt-Videos erreichten sogar über 2000 Aufrufe. Damit erreichen die Videos höhere Reichweiten als Claudia Dalberts Webseite Zugriffe im ganzen Monat März hatte (ca. 1600 Zugriffe).

 

#ClaudiaDirekt gibt es weiter- direkt von Claudia Dalberts Arbeit der Ministerin


Prof. Claudia Dalbert
                         #ClaudiaDirekt Live-Video aus dem Bundesrat
Nach der Landtagswahl gab es weitere #ClaudiaDirekt-Videos. Überraschenderweise war die Verlosung von Claudia Dalberts Wahlkreisbüro-Kaffeemaschine Frau Limon Grün mit fast 1900 Aufrufen ein echter Quotenbringer. Sehr erfolgreich sind auch die #ClaudiaDirekt-Videos aus dem Plenum des Bundesrats, bei denen direkt über die Debatten und Abstimmungen berichtet wird. Die Reichweite ist dabei höher als im Landtagswahlkampf: Das Video aus dem Juli erreichte über 850 Aufrufe und erhielt eine Menge positiver Kommentare, die die direkte Berichterstattung lobten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Videoformate auf Facebook: Daumenkino und Imagevideos


Neben Livevideos waren vor allem die Imagevideos, aber auch das Daumenkino erfolgreich. Imagevideos sind zwar in der Produktion aufwendiger, ließen sich aber z.B. günstiger als Sharepics bewerben. Ein Video, dass die Kernaussagen des Wahlkampfauftaktes zusammenfasste, konnte für 1-2 Cent pro Aufruf (je nach Werbeanzeige) beworben werden und über mehrere zielgruppenspezifische Anzeigen mehrere Zehntausend Aufrufe erreichen. 

Als Abschlussmobilisierung wurde für den Wahltag ein kleines Daumenkino erstellt, das mit geringem Werbebudget selbst am Wahltag noch eine beachtliche Reichweite von fast 4700 Aufrufen erzielte. 
 
Dankeschön-Video Prof. Claudia Dalbert
Nach der Wahl wurde ein weiteres Dankeschön-Video für die Unterstützer*innen und Wähler*innen produziert, dass sowohl die Onlinekampagne als auch die Eindrücke aus dem Straßenwahlkampf verbindet. 

Nach Claudia Dalberts Vereidigung als Ministerin gab es ein weiteres Imagevideo, das aus einer animierten Bildershow besteht und organisch über 1600 Personen erreichte. Bildershows bieten einen guten Kompromiss zwischen statischem Content und Videos, vor allem beim Aufwand für Konzeption und Produktion. Die beiden Videos hatten zwar insgesamt einen höheren Produktionsaufwand, dieser wird aber durch den Mehrwert gerechtfertigt, den diese Videos bieten. Sie generieren eine deutlich höhere Reichweite als zum Beispiel ein vergleichbares Fotoalbum und sorgen für Abwechslung in den Formaten. 
 
Autor
 
Portrait
Martin van Elten
Martin van Elten war während des Landtagswahlkampf Praktikant von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt und arbeitet aktuell als studentischer Mitarbeiter von Prof. Dr. Claudia Dalbert. Er studiert im Masterstudiengang "Parlamentsfragen und Zivilgesellschaft" an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.








Mittwoch, 10. August 2016

Wahlplakate from Hell: Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern & Berlin 2016

Der Klassiker ist zurück! 

Nachdem ich bereits im letzten Europawahlkampf, bei der Hamburger Bürgerschaftswahl, der Bremer Bürgerschaftswahl und bei den drei Landtagswahlen im März 2016 die schönsten "Wahlplakate from Hell" präsentiert habe, konnte ich eurem Wunsch nicht widerstehen und habe auch wieder zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern (04. September 2016) und den Abgeordnetenhaus- & Bezirksversammlungswahlen in Berlin (18. September 2016) einige schöne Motive drüben bei Twitter und Facebook zusammengetragen.

Hier nun alle auf einen Blick:

Berlin


Simon Kowalewski, Piratenpartei Berlin
 
Dr. Manja Schreiner & Torsten Kühne, CDU Berlin

Jan Schrecker, Piratenpartei Berlin
 
Fritz Liebenow, NPD

Thomas Isenberg, SPD Berlin

Christian Friedrich, unabhängiger Kandidat

Michael Konrad, Piratenpartei Berlin-Mitte

Jenny Neubert, Bündnis 90/Die Grünen

Nicola Böcker-Giannini, SPD

Hauke Stiewe, Bergpartei
 
Hauke Stiewe, Bergpartei

Stephan Standfuß, CDU Berlin

Markus Klaer, CDU Berlin

Florian Graf, CDU Berlin

Michael Fleisch, parteiloser Direktkandidat

Michael Fleisch, parteiloser Direktkandidat
 
Die LINKE Berlin

Die LINKE Berlin
 
Piratenpartei Friedrichshain-Kreuzberg 

CDU Berlin
 
CDU Steglitz-Zehlendorf

Bündnis 90/ Die Grünen Friedrichshain-Kreuzberg
 
Bündnis 90/Die Grünen Neukölln
 

Wählerinitiative soziales Spandau
 
Piratenpartei Friedrichshain-Kreuzberg
 
Piratenpartei Friedrichshain-Kreuzberg

Piratenpartei Friedrichhain-Kreuzberg
 
Piratenpartei Charlottenburg-Wilmersdorf

CDU Berlin

CDU Berlin
 
CDU Berlin 
 
Partei für Gesundheitsforschung
 
Partei für Gesundheitsforschung

Die Violetten Berlin
 
Mieterpartei Berlin 
Die Violetten Berlin 
 
Tierschutzpartei Berlin
 
Die PARTEI Berlin

Die PARTEI Berlin
 
Die PARTEI Berlin
 
Menschliche Welt 
 
Graue Panther Berlin
 
DKP Friedrichshain-Kreuzberg
 
DKP Friedrichshain-Kreuzberg
 
Bürgerbewegung pro Deutschland
 
Bürgerbewegung pro Deutschland
 
Bürgerbewegung pro Deutschland & Piratenpartei
 

Jusos Berlin 
 
Junge Alternative Berlin
 
AfD Berlin
 
AfD Berlin
 
NPD Berlin
 

Außer Konkurrenz

Vatikan Trotzkisten

 

 

Mecklenburg-Vorpommern 


Helmut Holter, Die LINKE

Eva-Maria Kröger, Die LINKE & Mathias Brodkorb, SPD
Das Plakat von Mathias Brodkorb regte bereits 2014 zu weiteren Reaktionen in Form von AdBustings an.

André Bonitz, Achtsame Demokraten (parteilos)
 
Petra Federau, AfD

 Petra Federau, AfD  

Jan Sturm, NPD
 
Piratenpartei Mecklenburg-Vorpommern  
 
Die PARTEI Mecklenburg-Vorpommern
 
Die PARTEI Stralsund
 
FREiER HORIZONT
 
FREiER HORIZONT
 
Freie Wähler Mecklenburg-Vorpommern
 
Achtsame Demokraten
 
ALFA Mecklenburg-Vorpommern
 
NPD Mecklenburg-Vorpommern
 
NPD Mecklenburg-Vorpommern 


Bürgermeisterwahl Mecklenburg-Vorpommern 

Dr. Rico Badenschier (SPD)
 

SharePics

Chris Rehagen, FDP Meckenburg-Vorpommern
 
SharePics from Hell: #PokemonGo goes Landtag MV. via https://t.co/Sgp3aAGoXz #dasjungeMV #ltwmv pic.twitter.com/e0A0hHzRdI


Bonus: Kommunalwahl Niedersachsen


Auch im Kommunalwahlkampf Niedersachsen gibt es einige schöne Exemplare, die euch nicht vorenthalten möchte

Bastian Zimmermann, Die LINKE Wolfsburg
 
Dr. Thomas Thiele, FDP Osnabrück

Annahita Maghsoodi, FDP Osnabrück

Eric Wiegreffe, parteilos
 
Lothar Plumhof, CDU Sulingen 
 
Angela van Beek, CDU Zeven
 
CDU Hemmingen
 
Bündnis 90/Die Grünen Hannover

CDU Hannover
Der ursprüngliche Tweet von Wilko Meyer war zwischenzeitlich leider nicht mehr öffentlich einsehbar, nun ist er wieder da ;) 

CDU Helmstedt

CDU Helmstedt
 
CDU Osnabrück 

CDU Niedersachsen
 
CDU/Junge Union Uelzen 

Die LINKE Niedersachsen 
 
Die PARTEI Hannover

Die PARTEI Braunschweig 
 
Die PARTEI Wolfsburg 
 
Die PARTEI Oldenburg
 
Die PARTEI Celle
 
Freie Winsener
 
Piratenpartei Braunschweig 
 
Piratenpartei Hannover

SPD Niedersachsen
Eine Welt Partei Lüneburg
 
AfD Landkreis Stade
 
AfD Hannover
Auch das wunderbare realsatire.de sammelt auf seiner Seite Wahlium-Plakate. Sehenswert.  

Habe ich ein Plakat übersehen? Dann freue ich mich sehr auf Hinweise via Kommentarfunktion, Facebook, Twitter oder Email.