Montag, 4. April 2016

Wie nutzen die Abgeordneten in den Landtagen von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt Social Media?

Die Landtage in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt sind seit dem 13. März 2016 gewählt. In den vergangenen Tagen haben sich bereits die 15 Fraktionen konstituiert, die Landtage werden dies aller Vorraussicht nach am 12. April, bzw. am 11. und 18. Mai tun.

Über die Wahlkämpfe wurde bereits viel geschrieben. Ich fand gerade im Online-Wahlkampf wurden in allen drei Ländern wieder viele Potentiale liegen gelassen und die wenigen guten Ideen werden wir wohl aller Voraussicht nach bis zu den nächsten Wahlen auch nicht im normalen Plenarbetrieb wiedersehen... aber gerade zwischen den Wahlen liegt - wie ich finde - das größte Potential für Social Media in der Politik. Was Parteien und Politiker aus dem erfolgreichen Online-Wahlkampf der Grünen in Baden-Württemberg lernen können hat Eva Hieninger hier lesenswert aufgeschrieben.

Leider sind mit der Wahl einige sehr aktive Social-Media-Politiker aus den Landtages ausgeschieden, deren Aktivitäten werden den Parlamenten fehlen: Jan Wagner (Die LINKE), Sören Herbst (Bündnis/Die Grünen), Florian Wahl und Katrin Altpeter (beide SPD) oder Katrin Schütz (CDU).

Zeit, sich nun einmal die (neu-)gewählten Abgeordneten und deren Social-Media-Nutzung unter quantitativen Gesichtspunkten genauer anzuschauen. Hierfür habe ich in den vergangenen Tagen wieder alle gewählten Parlamentarier in in allen gängigen sozialen Netzwerken recherchiert, deren Profile verifiziert und zur Analyse bei Pluragraph.de eingepflegt. 


Landtag Baden-Württemberg 

Logo Landtag Baden-Württemberg


Insgesamt nutzen 128 der 143 Abgeordneten mindestens ein Profi in sozialen Netzwerken.
Dies entspricht 89,5 Prozent aller Parlamentarier.

Zum Vergleich: Im Bundestag nutzen aktuell 605 von 630 MdB (entpricht ca. 96 Prozent) mindestens ein Profil in sozialen Netzwerken zum Bürgerdialog.

 

FRAKTIONEN

Infografik Balkendiagramm nach Fraktionen







In der SPD-Landtagsfraktion besitzen alle 19 Abgeordneten eine Präsenz in Social Media, bei der AfD und in der FDP/DVP-Fraktion sind nur jeweils ca. drei von vier Abgeordneten auf Facebook, Twitter und Co. aktiv.












Die Übersicht über die Social-Media-Nutzung der einzelnen Abgeordneten nach Fraktionen selektiert findet sich tagesaktuell bei Pluragraph.de unter: 
Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Baden-Württemberg
CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg
SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg
AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg
FDP/DVP-Landtagsfraktion Baden-Württemberg 

Anmerkung: Diese Übersichten sagen nichts bzw. nur beschränkt etwas über die Qualität, die Professionalität und die möglichen Reichweiten der Social-Media-Kommunikation der einzelnen Abgeordneten aus.

 

 

NETZWERKE

 

Infografik Balkdemdiagramm
Wenig überraschend: Facebook ist auf EU-, Bundes- und Landesbende das mit Abstand wichtigste soziale Netzwerk in der Politik - auch in Baden-Württemberg.

Knapp 90 Prozent aller Parlamentarier haben hier ein Profil. Am zweitmeisten genutzt wird Twitter (26,6 Prozent), gefolgt von XING (19,6 Prozent).

Lediglich 7 Prozent der 143 Abgeordneten nutzen die Foto-App Instagram

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

FACEBOOK & TWITTER

Infografik
Auch hier: Die meisten Facebooknutzer finden sich in der SPD-Landtags-fraktion, die wenigsten bei der AfD.

Beachtlich ist auch die hohe Abdeckung von Fanseiten innerhalb der SPD: Fast 95 Prozent aller gewählten Parlamentarier haben eine eigene Facebook-Fanseite. Am wenigsten sind diese bei der AfD verbreitet (43,5 Prozent).

Die FDP/DVP-Fraktion ist die Twitter-Fraktion des Landtages Baden-Württemberg, fast jeder zweite der 12 MdL hat einen eigenen Twitter-Account. Bei der AfD nutzt bisher lediglich einer von 23 Volksvertretern Twitter.

 

 

 

Landtag Rheinland-Pfalz 

 

 

Logo Landtag Rheinland-Pfalz
Insgesamt nutzen 94 der 101 Abgeordneten mindestens ein Profi in sozialen Netzwerken.

Dies entspricht 93 Prozent aller Parlamentarier.

Zum Vergleich: Im Bundestag nutzen aktuell 605 von 630 MdB (entpricht ca. 96 Prozent) mindestens ein Profil in sozialen Netzwerken zum Bürgerdialog.

 

 

 

 

 

 

FRAKTIONEN

Infografik - Balkendiagramm
Ähnlich wie am Wahlabend, bei der Nutzung von sozialen Netzwerken sind SPD und CDU vorne mit dabei und ziemlich gleich auf. Bei beiden nutzen fast alle gewählten MdL Social Media.

Am geringsten ist die Nutzung bei den beiden bisherigen außer- parlamentarischen Parteien  FDP und AfD verbreitet. Ähnlich wie in Baden-Württemberg nutzten hier bisher nur drei von vier MdL Social Media.











Die Übersicht über die Social-Media-Nutzung der einzelnen Abgeordneten nach Fraktionen selektiert findet sich tagesaktuell bei Pluragraph.de unter: 
SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz
CDU-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz
AfD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz
FDP-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Rheinland-Pfalz

Anmerkung: Diese Übersichten sagen nichts bzw. nur beschränkt etwas über die Qualität, die Professionalität und die möglichen Reichweiten der Social-Media-Kommunikation der einzelnen Abgeordneten aus.

 

NETZWERKE 

Balkendiagramm

Wenig überraschend: Facebook ist auf EU-, Bundes- und Landesbende das mit Abstand wichtigste soziale Netzwerk in der Politik - auch in Rheinland-Pfalz.

Neun von zehn Parlamentarier sind bei Facebook dabei. Jeder zweite nutzt den 140-Zeichen-Dienst Twitter (Vergleich Bundestag: 56 Prozent) und jeder vierte rheinland-pfälzische Volksvertreter hat ein Profil im Karrierenetzwerk XING.

Auffallend im Vergleich zu den anderen beiden Bundesländern ist die überdurchschnittlich hohe Nutzung von Instagram. 15 Abgeordnete kommunizieren bisher in Bildern mit ihren Wählern.

 

FACEBOOK & TWITTER

Infografik - Balkdendiagramm
Facebook ist besonders in den Fraktionen der klassischen Volksparteien sehr beliebt. Über 95 Prozent bei der CDU und knapp 95 Prozent aller Abgeordneten bei der SPD sind hier angemeldet.

Relativ die meisten Fanseiten gibts unter den Parlamentariern von SPD und FDP. Über die Hälfte nennen ein professionelles Profil bei Facebook ihr Eigen. Am wenigsten sind Fanseiten bei der AfD verbreitet.

Am beliebtesten ist Twitter mit Abstand bei SPD und CDU: 56 bzw. 54 Prozent der Abgeordneten haben hier ein eigenes Profi. Bei der AfD sind es nur zwei, bei der FDP nur drei Parlamenatarier.

Update 06.04.2016: Bei Bündnis 90/Die Grünen hatte ich den Twitter-Account von MdL Bernhard Braun übersehen. Mit ihm nutzen 50 Prozent der sechs Abgeordneten Twitter. Die Gesamtquote aller MdL erhöht sich damit leicht auf 48,5 Prozent. Und auch die Facebookseite von MdL Thomas Roth von der FDP habe ich bei der Recherche wohl übersehen. Mit dieser nutzen 74,4 Prozent der liberalen MdL eine Fanseite. 





Landtag Sachsen-Anhalt   



Logo Landtag Sachsen-Anhalt
Insgesamt nutzen 74 der 87 Abgeordneten mindestens ein Profi in sozialen Netzwerken.
Dies entspricht 85 Prozent aller Parlamentarier.

Zum Vergleich: Im Bundestag nutzen aktuell 605 von 630 MdB (entpricht ca. 96 Prozent) mindestens ein Profil in sozialen Netzwerken zum Bürgerdialog.






 

FRAKTIONEN

 
Infografik - Balkdendiagramm

Interessant: In der Fraktion des Ministerpräsidenten gibt es die meisten Social-Media-Verweigerer. Bei der CDU nutzen "nur" vier von fünf Volksvertretern Social Media. 

Obwohl die AfD im Wahlkampf sehr zentral und erfolgreich auf Facebook setzte, die nun gewählten Parlamentarier sind im Vergleich gar nicht so stark auf Facebook & Co vertreten, wie z.B. die Grünen. Alle fünf gewählten MdL der Grünen nutzen Social Media aktiv. Auch bei SPD und LINKE sind fast alle Abgeordneten mit mindestens einem Profil in sozialen Netzwerken unterwegs.




Je kleiner die Fraktion, um so mehr Politiker sind in Social Media aktiv.

Die Übersicht über die Social-Media-Nutzung der einzelnen Abgeordneten nach Fraktionen selektiert finde sich tagesaktuell bei Pluragraph.de, unter:
CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt
AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt
DIE LINKE. Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt 
SPD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag von Sachsen-Anhalt

Anmerkung: Diese Übersichten sagen nichts bzw. nur beschränkt etwas über die Qualität, die Professionalität und die möglichen Reichweiten der Social-Media-Kommunikation der einzelnen Abgeordneten aus.




NETZWERKE

 

Auch wenn Facebook im Vergleich zu den anderen beiden Bundesländern in Sachsen-Anhalt weniger genutzt wird, auch hier ist es das mit Anstand meistgenutzte Netzwerk im Landtag: Knapp 83 Prozent der Abgeordneten sind hier unterwegs.

Immerhin jeder dritte Parlamentarier (32) ist bei Twitter (#ltlsa) mehr oder weniger aktiv.

Instagram hingegen scheint zwischen Magdeburg und Halle noch politisches Entwicklungsland zu sein. Bisher erst vier Abgeordnete sind hier dabei.

Auch YouTube und XING werden wesentlich weniger genutzt als in Baden-Württemberg & Rheinland-Pfalz.

 

 

FACEBOOK & TWITTER

Balkdendiagramm
So Social Media wie die Grünen-Fraktion ist keine andere hier betrachtete Fraktion. Alle gewählten MdL (5) nutzen Facebook und Twitter. 

Zudem wird Facebook auch bei SPD & LINKE überdurchschnittlich viel genutzt. Die relativ meisten Fanseiten gibts bei Grünen und SPD, hier sind über- durchschnittlich viele Abgeordnete mit einem professionellen Profil bei Facebook unterwegs. 

Twitter ist besonders bei Grünen und Linken beliebt. bei der AfD twittert bisher lediglich der Fraktionsvorsitzende als einziger der 25 MdL. 

 

 

 

 

Fazit


Im Vergleich zur vorherigen Legislaturperiode ist ein kleiner Zuwachs an Social Media nutzenden Abgeordneten in allen drei Landtagen erkennbar. Fast 90 Prozent aller gewählten Volksvertreter sind in sozialen Netzwerken aktiv.

Bei den meisten gibt es allerdings noch großen qualitativen Nachholebedarf, wie eine Stichprobe  unter den gewählten MdL in allen drei Ländern zeigte. 

Am meisten wird auch weiterhin Facebook, mit etwas Abstand Twitter als auch XING und YouTube genutzt. Neben den hier aufgelisteten Netzwerken waren vereinzelte Parlamentarier zudem auf Snapchat, VKontakte (ausschliesslich AfD-Abgeordnete), Flickr, Google+, LinkeIn, MeinVZ und MySpace aktiv.

Es ist zu hoffen, dass der Aktivitätslevel aus dem Wahlkampf nun auch in den kommenden fünf Jahren aufrecht erhalten wird, insbesondere vor dem Hintergrund der stäkerern Politisierung der Gesellschaft besteht nun die Chance die erhöhte Aufmerksamkeit zu nutzen, um mit kontinuierlicher Kommunikation wieder Vertrauen in die eigene Politik als auch das demokratische System zu erhöhen.  

Dienstag, 22. März 2016

Angst vor dem Dialog - Wie Politiker und Parlamente Social Media nutzen (sollten)

Dies ist ein Gastbeitrag von Chantal Schwindenhammer. Sie untersuchte in ihrer Bachelorarbeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena „Parlaments-PR und Social Media. Von einer einseitigen zu einer dialogorientierten Kommunikation mit neuen Partizipationsmöglichkeitendie politische Kommunikation im digitalen Raum.


FSU Jena
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Die Politik ist dazu angehalten, ihre Arbeit öffentlich zu machen (vom Bundesverfassungsgericht in einem Urteil vom 02.03.1977 festgelegt, vgl. auch Kunczik 2010) um ihre Entscheidungen zu legitimieren und im besten Fall das Vertrauen der Öffentlichkeit zu gewinnen. Dazu gibt es vielfältige Möglichkeiten. Eine neuere davon stellt Social Media dar. Durch eine Literatursynopse unterschiedlicher Studien aus dem deutschem und internationalem Raum, lässt sich ableiten, inwiefern Parlamente, Parteien und Abgeordnete sich auf Social-Media-Plattformen präsentieren und ob dort ein Dialog mit den Bürgern gesucht wird.

Grundsätzlich werden Social-Media-Kanäle noch nicht mit einer langfristigen Strategie von deutschen Politikern genutzt. Die meisten Parlamentarier verbreiten Informationen und suchen keinen Dialog, außerdem werden selten sämtliche Möglichkeiten des Social Media ausgelotet. Es werden zwar häufig Links geteilt (67%), doch weder Fotos (18%) noch Videos (3%) sind des Öfteren zu finden (Schultz 2015). Nach Meckel et al. (2013) werden drei Nutzertypen klassifiziert (Abb. 1).


Infografik
Abbildung 1: Politische Nutzertypen bei Social Media (nach Meckel et al. 2013)



Bei den Parteien zeichnet sich dagegen ein zeitbezogenes Bild. Während eines Wahlkampfes steigt die Kommunikation via Social Media stark an, ist allerdings häufig recht trivial und erzeugt keinen Diskussionsbedarf (vgl. Köhler 2015). Auch die Parlamente streben nicht grundsätzlich nach einem Dialog. Hier ist festzustellen, dass Social Media für mehr Transparenz der politischen Arbeit genutzt wird und weniger für eine echte Zusammenarbeit

 
Beispiel 1
Beispiel 1: Heiko Maas (SPD)
Beispiel 1 zeigt einen Bundesminister, der Social Media vorrangig dazu nutzt, Interviews und schon veröffentlichte Informationen weiter zu verbreiten, aber in der Kommentarspalte nicht mit den Nutzern interagiert. Damit ist er der Nutzergruppe der Profis zuzuordnen.

Gründe für diese Zurückhaltung sind schnell gefunden (Abb. 2). Von der Seite der Bürger ist jedoch eine politische Kommunikation in den sozialen Netzwerken nur für die diejenigen von Interesse, die sich auch offline politisch engagieren (vgl. Conroy et al. 2012). Das Vertrauen der Bürger in die Politik lässt sich jedoch durch Social Media durchaus erhöhen, das erfordert allerdings Transparenz, kontinuierliche und dauerhafte Aktivität auf den Plattformen und im besten Falle Interaktion mit den Bürgern. Das bedeutet, dass Politiker und Parlamente nicht nur Postings veröffentlichen, die sie gut darstellen, sondern auch solche, die möglicherweise negative Auswirkungen haben, wozu sie allerdings direkt im Dialog Stellung beziehen können. Zusätzlich erfordert eine erfolgreiche Arbeit mit Social Media mehr als ein Posting pro Monat, damit eine dauerhafte Beziehung mit den Followern entstehen kann. 



Infografik
Abbildung 2: Gründe für Zurückhaltung von Politikern in Social Media

Es gibt aber auch positive Beispiele. Das Europäische Parlament nutzt seine Facebookseite, um mit den Bürgern in Kontakt zu treten, ihre Meinung zu erfragen und auf Kommentare einzugehen. Außerdem sind die meisten Postings mit Bildern oder Videos verknüpft und somit interessanter für die Nutzer (siehe Beispiel 2.1 und 2.2). 

Screenshot
Beispiel 2.1. Video-Beispiel auf Facebookseite des Europäischen Parlaments

Screenshot
Beispiel 2.2. Dialog auf der Facebookseite des Europäischen Parlaments
 

FAZIT


Zusammengefasst sind die gegenwärtigen Social-Media-Aktivitäten der Politik in den meisten Fällen wenig interaktiv und aktionsbezogen, doch es gibt auch Beispiele, die einen interaktiveren Weg gehen. Auf jeden Fall sollten die Chancen für eine verbesserte Verbindung mit den Bürgern nicht ignoriert werden


Autorin: 
 
Portrait
Chantal Schwindenhammer
Chantal Schwindenhammer hat einen Bachelorabschluss von der Friedrich-Schiller-Universität in Jena in Kommunikationswissenschaft mit Wirtschaftswissenschaft im Nebenfach. Ihre Interessen liegen in der Öffentlichkeitsarbeit und in den Kommunikationsstrategien von Unternehmen und Institutionen.
Kontakt:chantal.schwin@gmail.com 











Literatur  


Conroy, M., Feezell, J. T., & Guerrero, M. (2012). Facebook and political engagement: A study of online political group membership and offline political engagement. Computers in Human Behavior, 28(5), 1535-1546.
Köhler, A. (2015). Wahlkampfmotivation statt Bürgerdialog? In M. Kaeding & N. Switek (Hrsg.), Die Europawahl 2014 (S. 257-270). Wiesbaden: Springer VS.

Kunczik, M. (2010). Public Relations. Konzepte und Theorien (5., überarb. und erw. Aufl.). Köln [u.a.]: Böhlau.

Meckel, M., Hoffmann, C., Bucher, E., & Suphan, A. (2013). Politiker im Netz – Treiber und Hürden der Social Media-Nutzung unter Bundes- und Landtagsabgeordneten. Abschlussbericht.

Schultz, K. (2015). Europa goes Facebook – Faktoren für eine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit der Abgeordneten des Europäischen Parlaments auf Facebook. In R. Fröhlich & T. Koch (Hrsg.), Politik – PR – Persuasion (S. 219-235). Wiesbaden: Springer VS.



Mittwoch, 17. Februar 2016

Wahlplakate from Hell: Sachsen-Anhalt // Baden-Württemberg // Rheinland-Pfalz-Edition

Der Klassiker ist zurück! 

Nachdem ich bereits im letzten Europawahlkampf, bei der Hamburger Bürgerschaftswahl und der Bremer Bürgerschaftswahl die schönsten "Wahlplakate from Hell" präsentiert habe, konnte ich eurem Wunsch nicht wiederstehen und habe auch wieder zu den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg (13. März 2016) einige schöne Motive drüben bei Twitter und Facebook zusammengetragen.

Hier nun alle auf einen Blick:

Sachsen-Anhalt


CDU Sachsen-Anhalt

Wulf Gallert, Die LINKE.
 
Sandro Dadaczynski, FDP

Sören Herbst, Bündnis 90/Die Grünen 
 
Dr. Reiner Haseloff, CDU 
 
FREIE Wähler Sachsen-Anhalt
 
CDU Magdeburg 
 
Magdeburger Gartenpartei 
 
Tierschutzallianz Sachsen-Anhalt 
 

Die LINKE Sachsen-Anhalt, Junge Union Sachsen-Anhalt 

Junge Union Sachsen-Anhalt
 
Statt Partei Merseburg
 

NPD Sachsen-Anhalt 
 

Und Star Wars war natürlich im Vorwahlkampf auch schon Thema.

Junge Union Magdeburg

Die Reaktionen liesen dann auch nicht lange auf sich warten:

FDP Sachsen-Anhalt
 
Linksjugend [´solid] Sachsen-Anhalt

Was die Junge Union kann, können wir schon lange: Schlechte Montagen mit Anspielungen auf Science-Fiction - nur dass wir...
Posted by Linksjugend ['solid] Sachsen-Anhalt on Mittwoch, 16. Dezember 2015


Bündnis 90/Die Grünen Sachsen-Anhalt

 

 

Baden-Württemberg 


Ok, ich gebe zu es ist kein Wahlplakat, sondern "nur" ein Wahl-Foto auf seinem Instagram-Account gewesen.

Dr. Hans-Ulrich Rülke, FDP

Nun aber wirklich Wahlplakate!

Valeri Kalaschnikow, Die LINKE.
 
Simon Weißenfels, CDU 

Und wie antwortet man auf so ein Plakat? Genau so!

Julian Beier, Piratenpartei 
 
Guido Wolf, CDU 
 
Florian Wahl, SPD 

Lennart Lein, Die PARTEI
 
Peter Friedrich, SPD 
 
Henrik Dörr, FDP 
 

Dr. Donate Kluxen-Pyta, CDU

Michael Conz, FDP

Fabian Gramling, CDU
Manuel Hagel, CDU
 

Winfried Kretschmann, Bündnis 90/Die Grünen
 
Die LINKE. Baden-Württemberg

Piratenpartei feat. CDU Baden-Württemberg 
SPD Baden-Württemberg

Die PARTEI
 
Die PARTEI Baden-Württemberg 

Andreas Knapp, FDP


ALFA Mannheim
 

AfD Baden-Württemberg

AfD Baden-Württemberg

AfD Baden-Württemberg 

Eine umfangreiche Analyse aller Wahlplakate der großen Parteien zur Landtagswahl in Baden-Württemberg gibts wie immer beim designtagebuch.de

 

 

Rheinland-Pfalz



Julia Klöckner, CDU 
 
Malu Dreyer, SPD 
 

Sebastian Rupp, CDU feat. Andreas Rahm, SPD

 Andy Berch, FDP 

Dr. Volker Wissing, FDP

Michael Wäschenbach, CDU
 
Die LINKE. Rheinland-Pfalz

Die LINKE. Rheinland-Pfalz

  ALFA Rheinland-Pfalz 

DIE Einheit Rheinland-Pfalz
 

Ganz eigene Wahlplakate from Hell gibts im tumblr "Guthe Plakate" der Jungen Union Rheinland-Pfalz, ein Remix der aktuellen SPD-Kampagne aus dem Landtagswahlkampf.

Die Designer von Wehr & Weisweiler haben sich unter Designaspekten die Plakate aus Rheinland-Pfalz "vor ihrer Haustür" ebenfalls mal näher angeschaut. Lesenswerte und fachkundige Lektüre. 

#ltwlsa #ltwbw #ltwrp




Donnerstag, 4. Februar 2016

Politik auf Snapchat

Es gibt aktuell wenige Apps und Social-Media-Angebote, die in den letzten Monaten so gehypt wurden wie Snapchat. In Deutschland soll der Instant Messenger bereits drei Millionen Nutzer haben. Für den anstehenden US-Präsidentschaftswahlkampf wird ihm sogar eine sehr große Rolle zugeschrieben.

Auch die deutsche Politik entdeckt die App langsam. Inspiriert von der langen Liste der snappenden JournalistInnen drüben bei Vocer (Danke an Mark Heywinkel), hier nun der Überblick über die Snapchat-Nutzung bei Politikern und Parteien.

Ach ja, wer die App besser kennenlernen möchte, dem empfehle ich das (kostenfreie) Snapchat-Buch von Philipp Steuer.

Parlamente


Europaparlament: europarl
Einen Überblick über die Snapchatnutzung des Europäischen Parlaments gibts hier.

Hamburgische Bürgerschaft: buergerschafthh

 

 

Parteien


Christlich-Soziale Union in Bayern: csu_de

Erstmals zum Einsatz kam Snapchat auf dem CSU-Parteitag im November 2015 in München. bento hatte sich damals dazu einige Gedanken gemacht.













Die LINKE: die_linke


Neue Liberale Hamburg: neueliberale_hh


Fraktionen 


Fraktion Die LINKE. im Bundestag: linksfraktion

 

Politiker 


Paralamentarische Staatssekretärin MdB Dorothee Bär (CSU): dorobaer

MEP Matthias Groote (SPD): matthiasgroote

MdB Johannes Steiniger (CDU): josteiniger

MdB Dr. Peter Tauber: petertauber

MdB Özcan Mutlu (Bündnis 90/Die Grünen): canbobi

MdB Lars Klingbeil (SPD): larsklingbeil

MdL Prof. Dr. Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen): claudia.dalbert 

MdL Katharina Schulze (Bündnis 90/Die Grünen): kathaschulze

MdL Sebastian Striegel (Bündnis 90/Die Grünen): striegse

MdHB Carsten Ovens (CDU): carstenovens 

MdL Lukas Lamla (Piratenpartei): lukas.lamla

MdL Stefan Kämmerling (SPD): st_kaemmerling

MdL Katharina König (Die LINKE.): koenigkatharina
 
Landtagskandidat Oliver Linder (SPD) aus Sachsen-Anhalt: olindner

Landtagskandidat Frank Sitta (FDP) aus Sachsen-Anhalt: franksitta

Landtagskandidat Lutz Franke (FDP) aus Sachsen-Anhalt: lutz.franke

Landtagskandidat Wolfgang Aldag (Bündnis 90/Die Grünen): wolfgang.aldag
 
Kommunalwahlkandidat Alexander Schnapper (Piratenpartei) aus Hessen: alexschnapper

Die Piratenpartei hat sich von diesem kleinen Blogbeitrag inspirieren lassen und sammelt nun selber fleißig snappende Piraten unter piratensnaps.tumblr.com. Mit Stand 08.02.2016 finden sich hier acht snappende Piratenpolitiker.

Politische Jugendorganisationen 


Junge Union Deutschlands: junge_union 
 
Junge Liberale: jungeliberale 

Junge Union Hamburg: juhamburg

Junge Union Bayern: jungeunion

Junge Liberale Bonn: julis_bonn


Habe ich jemanden übersehen? Fehlen hier Parteien, Politiker und politische Institutionen aus Deutschland? Dann gerne her damit. Dies ist ein lebender Blogpost, der fortlaufend ergänzt wird ;)

Freue mich über eure Hinweise! 


Epilog: Auch beim Thema Werbung auf Snapchat sind amerikanische Politiker schon weiter. Wie solche 10 Sekunden-Spots aussehen können, zeigt der republikanische Ex-Kandidatenbewerber Rand Paul sehr schön.