Donnerstag, 26. Mai 2016

"Mit Verlaub, Sie sind ein Arschloch, Herr Präsident" - Dürfen Politiker Emotionen via Social Media zeigen?

Logo "politik & kommunikation"
Ein Blog goes Papier. Im Magazin "politik & kommunikation" gibts meine Postings auch als Kolumne und auf Totholz. Der Schwerpunkt der ersten Ausgabe 2016 ist "Emotionen". Meine Kolumne zur Frage, wie emotional Politiker auf facebook und Twitter sein dürfen.

Hier das Crossposting dieser Kolumne.

Sie sind ein Arschloch ;)“ - Das antwortete CDU-Generalsekretär Dr. PeterTauber Anfang Januar einem Dauernörgler auf seiner Facebookseite. Diese vier Worte führten zu einer tagelangen Diskussion - auch in der CDU: Parteifreunde kritisierten dieses Verhalten.

Dürfen und sollen also Politiker in sozialen Netzwerken emotional auftreten?


Sie sind ein Arschloch
Facebook-Kommentar Dr. Peter Tauber
Der Ausdruck “Arschloch” ist spätestens seit 1984 offiziell in die politische Debatte eingeführt. Damals sagte Joschka Fischers im Bundestag: "Mit Verlaub, Sie sind ein Arschloch, Herr Präsident!”. Seitdem gilt es als geflügeltes Wort. Deswegen verwenden viele Deutsche diesen Ausdruck ganz selbstverständlich im Alltag, auch wenn sie mit den Positionen des Grünen nie etwas anfangen konnten. Die Wortgruppe gehört zum bundesdeutschen Diskussionskanon und wird auch zukünftig vielen als Anekdote in Erinnerung bleiben. An andere Aktivitäten des ehemaligen Außenministers, Oppositionsführers, Obergrünen und Staatsmanns können sich viele hingegen nicht mehr en detail erinnern, ebenso wenig wie an den Anlass des Zwischenrufes.

Das zeigt: Emotionale Aussagen und Handlungen (z.B. der Kniefall Brandts inWarschau) können langfristig mit einem Politiker verbunden und erinnert werden. Sie helfen, Themen zu transportieren und unterstreichen Argumente. Sie sorgen somit dafür, das komplexe und manchmal wenig beachtete Themen in die Öffentlichkeit getragen und wahrgenommen werden.

Auch Peter Tauber hat mit seinem kleinen Kommentar die Debatte um die Diskussionskultur im Netz, um Hatespeech und den Umgang mit Trollen neu entfacht. Dafür ist ihm zu danken.

Doch was sind eigentlich Emotionen?


Portrait-Fotos
7 Grundemotionen
Als Emotionen werden Gemütsbewegungen im Sinne eines Affektes verstanden, also als unmittelbare Reaktion auf die Wahrnehmung eines Ereignisses. Emotionen sind - im Gegensatz zu Gefühlen - immer nach außen gerichtet, meist eine relativ kurze, dafür aber sehr intensive Reaktion. Sie beziehen sich auf Personen. Freude, Wut, Ekel, Furcht, Verachtung, Traurigkeit und Überraschung - das sind die sieben Grundemotionen.

Ich bin eindeutig dafür, dass Politiker Emotionen sowohl analog, als auch digital ausleben und zeigen sollen. Nichts ist schlimmer als eine blutleere und komplett rationale Kommunikation und ein emotionslos bespielter Account in sozialen Netzwerken. Seit Jahren hören wir in Umfragen das gleiche Lamento der Bürger: Früher gab es mehr kantige PolitikerInnen, richtige Typen und markante RednerInnen – heute erscheint das politische Personal vielen Wählern als glatt gelutscht, als abgeschliffenes Produkt von Auftrittscoachs.

Social Media lebt von Personen, lebt von Positionen und ganz klar auch von Emotionen. Der sachliche und rational verfasste Text wird meist weniger wahrgenommen als ein persönliches und pointiertes Statementoder ein emotional vorgetragener Standpunkt z.B. via Livestream. Erfolgreich sind die Politiker und politischen Institutionen, die es schaffen, ein Thema emotional aufzubereiten. Dabei darf die Emotion aber nicht das Thema verdrängen. Emotionen dürfen immer nur das Transportmittel der Botschaft sein. Nie die Botschaft selber.

Das dies nicht immer ganz einfach ist, zeigen Tausende von gelöschten Politiker-Tweets, missratene Facebook-Postings und einige Rücktritte z.B. von Kommunalpolitikern nach emotional-digitalen Ausrastern. Deshalb mein Tipp an alle erregten Politiker: Vor dem Absenden des Tweets, Snaps oder Instagramfotos kurz durchatmen, das Posting ein paar Minuten liegen lassen und nur dann absenden, wenn es sich dann immer noch richtig anfühlt. Kommunikation im Affekt kann schief gehen, gerade wenn die Erregung am größten ist.

Facebook Reactions
Prinzipiell eignen sich meines Erachtens alle Grundemotionen für die Kommunikation. Entscheidend ist die Frage nach der politischen Kommunikationsstrategie und dem eigenen Charakter und Selbstbild.

Ein Beispiel: Die AfD ist eine klassische Protestwählerpartei, die Ängste schürt und Wut in der Wählerschaft erzeugen möchte, um sich gegenüber die Politik der Parlamentsparteien abzugrenzen und diese als außerparlamentarische Opposition anzugreifen. Ein klassisches Setting. Aus diesem Grund erzeugen sehr viele Facebook-Postings der Partei und ihrer Protagonisten eine wütende, (Menschen-)verachtende und Furcht erzeugende Grundemotion. Unter anderem mit dieser emotionalen Kommunikationsstrategie hat die Partei aktuell sehr viel Erfolg – vergleicht man die Social-Media-Reichweiten und Interaktionsraten mit denen der anderen Parteien. Mit einer auf Freude basierenden Kommunikation würde die AfD wohl scheitern, sie würde überhaupt nicht zum Charakter der von Wutbürgern getragenen Partei passen.

Regierungsparteien und Vertreter der Koalition können nicht so oft auf diesen emotionalen Kanon zurückgreifen, von ihnen wird ein positiver Kommunikationsansatz erwartet, zumal sie selber ein Interesse haben mit positiven Themen wahrgenommen zu werden. Nichtsdestotrotz können auch hier Traurigkeit (Attacken von Paris, Tod von David Bowie) oder Wut (Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, Vorkommnisse in der Kölner Silvesternacht) gezielt eingesetzt werden, um eigene Positionen zu unterstreichen und in die Breite zu tragen.

Betrachtet man die Social-Media-Kommunikation genauer, sieht man das viele politische Akteure Emotionen sehr strategisch einsetzen. Nur in den wenigsten Fällen wirken Tweets und Postings wirklich wie im Affekt gesendet. Dies finde ich aus den oben beschrieben Aspekten auch nicht falsch. Emotionen können auch mit klarem Kopf verfasst werden. Dabei müssen politische Kommunikatoren aber aufpassen, dass eine oft benutzte Emotion sich nicht zum „running gag“ entwickelt und mit der Zeit abnutzt. Oder noch schlimmer: Bei den Empfängern nur als pures Stilmittel wahrgenommen wird.

Das Leben besteht nicht nur aus einer Emotion und nur wütende Anklagen kann auch der stärkste Unterstützer auf Dauer nicht aushalten. Zudem würde vielen aktuellen Debatten aus meiner Sicht etwas emotionale Abrüstung sehr gut tun. 70 Prozent der deutschen Facebooknutzer sehen das ähnlich. Laut einer aktuellen Umfrage haben sie in den vergangenen Monaten eine Zunahme von Emotionen und Aggression auf der Plattform wahrgenommen. Dies führt wiederum dazu, das knapp die Hälfte der Befragten in Zukunft weniger kommentieren wollen.

Trotzdem finde ich, der im Affekt entstandene Kommentar von Peter Tauber war richtig. Nach Monaten und Jahren der sachlichen Auseinandersetzung, überraschte er mit einem emotionalen Ausschlag und machte so auf das Thema herabwürdigender Beleidigungen gegenüber Politikern auf Facebook anschaulich aufmerksam. Seine unzähligen sachlichen Kommentare vorher hatten weder die Hater zufrieden gestellt, noch wurden sie in der Öffentlichkeit als Diskurs wahrgenommen. Die Kritiker hat er damit nicht umstimmen können, aber die Unterstützer versammelten sich nach dem Kommentar hinter ihm und in der Debatte wurde seine Stimme um so lauter gehört.

Kurzum: Emotionen gehören zu Social Media wie der Zwischenruf im Bundestag.


Fotonachweis: the big seven by booshooo [CC BY-NC-SA 2.0], via Flickr. 

Donnerstag, 19. Mai 2016

Google AdWords für Parteien und Verbände

Über 94 Prozent der Deutschen nutzen Google, um sich durch das Internet zu navigieren. Die Suchmaschine ist für über 80 Prozent der Nutzer sogar die Startseite bei der Informationssuche im Netz. Als Eingangstor ist sie deshalb für Inhalteanbieter wie Medien, Verbände, Ministerien, Parteien
oder Politiker enorm wichtig. Nur die allerwenigsten steuern die Webseiten von Organisationen direkt an. Studien zeigen das die eigenen Inhalte unter den ersten 20 Suchergebnissen angezeigt werden müssen, damit sie überhaupt wahrgenommen werden. Um die Sichtbarkeit der eigenen Inhalte in der Suchmaschine zu erhöhen bieten sogenannte Google AdWords die Möglichkeit seine Inhalte mit Werbeeinblendungen zwischen den Suchergebnissen anzeigen zu lassen. 

Quelle: statista.de
Quelle: Statista.de
Die SPD nutzte AdWords zum Beispiel während des letzten Kanzlerduells zur Bundestagswahl 2013 und erzielte somit über eine Million Zugriffe auf die Seiten der SPD - allein während des TV-Duells - dank geschickter Platzierung von Begriffen, die im Duell thematisiert wurden. Bereits seit Anfang des Jahrtausends sind AdWords ein fester Bestandteil der Online-Kommunikation von Parteien.


Logo Google AdWords
In der Breite und insbesondere für viele Bundes- und Landespolitiker sind AdWords hingegen auch weiterhin ein unbekanntes Instrument. So nutzten im Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg 2016 lediglich Bündnis 90/Die Grünen, FDP und AfD das wichtige Tool zur Wähleransprache. Mit Erfolg, zielgerichtet konnten so Millionen inhaltliche Suchanfragen auf die Seiten der Parteien gelenkt werden. Durch geschicktes Targeting nach Bundesländern und Postleitzahlen wurden die Anzeigen nur potentiellen Wählern mit geringen Streuverlusten angezeigt. Neben Textanzeigen lassen sich z.B. auch Wahlspots auf YouTube pushen und die Abrufzahlen enorm erhöhen.

Doch wie nutzt man AdWords nun erfolgreich für die politische Kommunikation? Dies habe ich Eva Hieninger (MARKETING FOR GOOD) gefragt, sie hat u.a. die Grünen im baden-württembergischen Wahlkampf in Sachen Online-Marketing beraten und war dabei auch für deren erfolgreiche AdWords-Kampagne verantwortlich.


Eva, was sind eigentlich AdWords? 


Google AdWords sind bezahlte Anzeigen in der Google-Suche. Basis dafür ist eine Keyword-Analyse und die Frage “Welche Keywords sind für uns wichtig, weil Google-User danach suchen?”. Hier hilft das Keyword Planer Tool von Google AdWords. Ist diese Analyse abgeschlossen, können Sie auf die Suchwörter bieten. Ihre Anzeige erscheint dann über den nicht-bezahlten Suchergebnissen, wenn ein Google-Nutzer ein bestimmtes Suchwort (auch Keyword) oder eine Wortkombination eingibt und Sie auf dieses Suchwort bieten. Sie bezahlen nur, wenn der User auf Ihre Anzeige klickt. Das Anzeigen (Impression) ist kostenlos. 

Warum sind Werbeschaltungen auf Google so wichtig? 


Wo informieren Sie sich über Themen, die für Sie Relevanz haben, zum Beispiel zu einer anstehenden Wahl? Googeln Sie? Vermutlich. Durch Anzeigen bei Google holen Sie Ihre potenziellen Wähler
und Unterstützer direkt in ihrem Interesse ab
. Im Marketing spricht man häufig vom AIDA-Prinzip: Attention, Interest, Desire, Action. Mit Suchmaschinenwerbung überspringen Sie somit einen Punkt und holen den User direkt in seinem Suchbedürfnis ab. 


Wie funktioniert eine AdWord-Auktion auf Google? 


Bei Suchmaschinenwerbung bezahlen Sie keinen fixen Preis pro Klick. Den Preis ermittelt Google via Bieterverfahren. Sie geben Ihren maximalen Klickpreis an. Google will dem Nutzer immer das beste Sucherergebnis liefern und überprüft deshalb, wie relevant Ihre Anzeige und Ihre Webseite im Bezug auf das
gewählte Suchwort und im Vergleich zu den Mitbietenden ist. Darüber hinaus wird auch gecheckt, ob die Webseite technisch gut aufgestellt ist. Durch eine Reihe weiterer Faktoren entsteht der sogenannte
Quality Score. Je höher dieser ist, desto weniger bezahlen Sie pro Klick und umso eher landen Sie
auf Platz eins bei der bezahlten Suche. Ist der
Quality Score sehr niedrig, kann es auch passieren, dass
die Anzeige gar nicht erscheint. Mittelfristig ist das schlecht für Ihr gesamtes AdWords-Konto und somit auch für Anzeigen mit gutem
Quality Score. 


Welche Begriffe sollte ich schalten? 


Während eines Wahlkampfs macht es natürlich Sinn auf die Begriffe rund um Wahl zu bieten. Es empfiehlt sich auch die eigene Partei- oder kandidatenmarke zu bewerben und einen sogenannte Brand
Kampagne
zu fahren. Die Kosten hierfür sind relativ gering und die Anzeigen erscheinen immer dann,
wenn jemand die eigene Partei im Zusammenhang mit einem anderen Keyword sucht. Nicht gewünschte Kombinationen können mit Hilfe von sogenannten negativen Keywords ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus lohnt es sich aber auch potenzielle Wähler programmatisch bzw. in Ihrem Lebensgefühl abzuholen. Das bedeutet auch auf Keywords und Inhalte zu bieten, die über das eigene Programm hinausgehen. So kann ein Zugang zu den eher schwer vermittelbaren, politischen Inhalten geschaffen und der Politikverdrossenheit entgegengewirkt werden. Meine Empfehlung ist das nicht nur während der Wahlkampfzeit zu tun, sondern auch darüber hinaus. So kann langfristig die Bindung zum Wähler gestärkt und Unterstützer gewonnen werden. Leider macht das aktuell keine einzige Partei. 


Quelle: politik-digital.de & Google Wahlen
Suchverhalten zur Bundestagswahl 2013

Wie teuer wird so etwas für mich? 


Das kann man pauschal nicht sagen. Man kann eine AdWords-Kampagne mit 500 Euro oder mit 50.000 Euro starten. Ausschlaggebend ist das Suchvolumen für die ausgewählten Keywords. Ist das hoch, ist meist immer Luft nach oben. Gerade im Wahlkampf verändert sich der Preis kontinuierlich hin zum Wahlwochenende. Wichtig ist damit anzufangen und ein Grundbudget einzuplanen. So kann man Erfahrungen sammeln, auf die man perspektivisch aufbauen kann.

Um nicht aus Versehen die Preise in die Höhe zu treiben, sollte man sich innerhalb der Partei umbedingt abstimmen. Sonst kann es vorkommen, dass Landesverband und Regionalverbände
auf die gleichen Keywords bieten und sich gegenseitig kanibalisieren. Das gilt es zu vermeiden.
 


Was bringt es am Ende? 


Die Conversion ist im Wahlkampf natürlich schwer messbar. Wir sehen leider (noch) nicht, wer in der Wahlkabine, welches Kreuz macht und ob die Person vorher auf eine AdWords geklickt hat oder nicht.

Messbar ist allerdings der Traffic, welcher auf die eigene Website ankommt. Bei einer gut Suchmaschinen optimierten Website kommen ca. 10-20 Prozent der User über bezahlte Anzeigen. Ist die Seite
in der nicht-bezahlten Suche schlecht auffindbar, liegt der Traffic über AdWords weit über 20 Prozent. Davon sind gut 75 Prozent neue User, also User, welche vorher noch nie auf der eigenen Website waren.
Es werden so Zielgruppen erreicht, die auf herkömmlichem Wege nicht erreicht würden
. Neben den Usern, die tatsächlich auf der Seite landen, gibt es natürlich auch die, welche die Anzeige nur sehen. Bei einem Budget von ca. 10.000 Euro kann man von gut einer Million Impressions ausgehen.
Auch hier wirkt die Botschaft. 

 

Darf ich auch auf Begriffe/ und Themen des Gegners AdWords schalten? 


Solange es keine markenrechtlichen Probleme gibt, kann auch auf Begriffe und Themen des politischen Gegners geboten werden. Hier ist allerdings wieder der Quality Score zu erwähnen. Wenn Inhalte und Anzeigentexte nicht mit dem Keyword zusammenpassen, dann ist der Quality Score niedrig und somit die Anzeige teuer, wenn sie überhaupt angezeigt wird. Die schlechte Performance einer solchen Kampagne wirkt sich auf das gesamte AdWords Konto aus. Es gilt also abzuwägen, wo es Sinn macht. 


Wie Sie eine Kampagne genau planen, erfahren Sie in den Tutorials von Google (Englisch mit deutschen Untertiteln).

 



Über Eva Hieninger

Eva Hieninger
Eva Hieninger ist Inhaberin von MARKETING FOR GOOD und berät NGOs, NPOs, Sozialunternehmer und grüne Verbände und Parteien in den Bereichen Online Marketing, Online Fundraising und Online Campainging, unter anderem BÜNDNIS 90/Die Grünen Baden-Württemberg, Save the Children, Aktion gegen den Hunger und Brot für die Welt. Darüber hinaus ist sie freie Autorin und Speakerin.



Montag, 4. April 2016

Wie nutzen die Abgeordneten in den Landtagen von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt Social Media?

Die Landtage in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt sind seit dem 13. März 2016 gewählt. In den vergangenen Tagen haben sich bereits die 15 Fraktionen konstituiert, die Landtage werden dies aller Vorraussicht nach am 12. April, bzw. am 11. und 18. Mai tun.

Über die Wahlkämpfe wurde bereits viel geschrieben. Ich fand gerade im Online-Wahlkampf wurden in allen drei Ländern wieder viele Potentiale liegen gelassen und die wenigen guten Ideen werden wir wohl aller Voraussicht nach bis zu den nächsten Wahlen auch nicht im normalen Plenarbetrieb wiedersehen... aber gerade zwischen den Wahlen liegt - wie ich finde - das größte Potential für Social Media in der Politik. Was Parteien und Politiker aus dem erfolgreichen Online-Wahlkampf der Grünen in Baden-Württemberg lernen können hat Eva Hieninger hier lesenswert aufgeschrieben.

Leider sind mit der Wahl einige sehr aktive Social-Media-Politiker aus den Landtages ausgeschieden, deren Aktivitäten werden den Parlamenten fehlen: Jan Wagner (Die LINKE), Sören Herbst (Bündnis/Die Grünen), Florian Wahl und Katrin Altpeter (beide SPD) oder Katrin Schütz (CDU).

Zeit, sich nun einmal die (neu-)gewählten Abgeordneten und deren Social-Media-Nutzung unter quantitativen Gesichtspunkten genauer anzuschauen. Hierfür habe ich in den vergangenen Tagen wieder alle gewählten Parlamentarier in in allen gängigen sozialen Netzwerken recherchiert, deren Profile verifiziert und zur Analyse bei Pluragraph.de eingepflegt. 


Landtag Baden-Württemberg 

Logo Landtag Baden-Württemberg


Insgesamt nutzen 128 der 143 Abgeordneten mindestens ein Profi in sozialen Netzwerken.
Dies entspricht 89,5 Prozent aller Parlamentarier.

Zum Vergleich: Im Bundestag nutzen aktuell 605 von 630 MdB (entpricht ca. 96 Prozent) mindestens ein Profil in sozialen Netzwerken zum Bürgerdialog.

 

FRAKTIONEN

Infografik Balkendiagramm nach Fraktionen







In der SPD-Landtagsfraktion besitzen alle 19 Abgeordneten eine Präsenz in Social Media, bei der AfD und in der FDP/DVP-Fraktion sind nur jeweils ca. drei von vier Abgeordneten auf Facebook, Twitter und Co. aktiv.












Die Übersicht über die Social-Media-Nutzung der einzelnen Abgeordneten nach Fraktionen selektiert findet sich tagesaktuell bei Pluragraph.de unter: 
Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Baden-Württemberg
CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg
SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg
AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg
FDP/DVP-Landtagsfraktion Baden-Württemberg 

Anmerkung: Diese Übersichten sagen nichts bzw. nur beschränkt etwas über die Qualität, die Professionalität und die möglichen Reichweiten der Social-Media-Kommunikation der einzelnen Abgeordneten aus.

 

 

NETZWERKE

 

Infografik Balkdemdiagramm
Wenig überraschend: Facebook ist auf EU-, Bundes- und Landesbende das mit Abstand wichtigste soziale Netzwerk in der Politik - auch in Baden-Württemberg.

Knapp 90 Prozent aller Parlamentarier haben hier ein Profil. Am zweitmeisten genutzt wird Twitter (26,6 Prozent), gefolgt von XING (19,6 Prozent).

Lediglich 7 Prozent der 143 Abgeordneten nutzen die Foto-App Instagram

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

FACEBOOK & TWITTER

Infografik
Auch hier: Die meisten Facebooknutzer finden sich in der SPD-Landtags-fraktion, die wenigsten bei der AfD.

Beachtlich ist auch die hohe Abdeckung von Fanseiten innerhalb der SPD: Fast 95 Prozent aller gewählten Parlamentarier haben eine eigene Facebook-Fanseite. Am wenigsten sind diese bei der AfD verbreitet (43,5 Prozent).

Die FDP/DVP-Fraktion ist die Twitter-Fraktion des Landtages Baden-Württemberg, fast jeder zweite der 12 MdL hat einen eigenen Twitter-Account. Bei der AfD nutzt bisher lediglich einer von 23 Volksvertretern Twitter.

 

 

 

Landtag Rheinland-Pfalz 

 

 

Logo Landtag Rheinland-Pfalz
Insgesamt nutzen 94 der 101 Abgeordneten mindestens ein Profi in sozialen Netzwerken.

Dies entspricht 93 Prozent aller Parlamentarier.

Zum Vergleich: Im Bundestag nutzen aktuell 605 von 630 MdB (entpricht ca. 96 Prozent) mindestens ein Profil in sozialen Netzwerken zum Bürgerdialog.

 

 

 

 

 

 

FRAKTIONEN

Infografik - Balkendiagramm
Ähnlich wie am Wahlabend, bei der Nutzung von sozialen Netzwerken sind SPD und CDU vorne mit dabei und ziemlich gleich auf. Bei beiden nutzen fast alle gewählten MdL Social Media.

Am geringsten ist die Nutzung bei den beiden bisherigen außer- parlamentarischen Parteien  FDP und AfD verbreitet. Ähnlich wie in Baden-Württemberg nutzten hier bisher nur drei von vier MdL Social Media.











Die Übersicht über die Social-Media-Nutzung der einzelnen Abgeordneten nach Fraktionen selektiert findet sich tagesaktuell bei Pluragraph.de unter: 
SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz
CDU-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz
AfD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz
FDP-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Rheinland-Pfalz

Anmerkung: Diese Übersichten sagen nichts bzw. nur beschränkt etwas über die Qualität, die Professionalität und die möglichen Reichweiten der Social-Media-Kommunikation der einzelnen Abgeordneten aus.

 

NETZWERKE 

Balkendiagramm

Wenig überraschend: Facebook ist auf EU-, Bundes- und Landesbende das mit Abstand wichtigste soziale Netzwerk in der Politik - auch in Rheinland-Pfalz.

Neun von zehn Parlamentarier sind bei Facebook dabei. Jeder zweite nutzt den 140-Zeichen-Dienst Twitter (Vergleich Bundestag: 56 Prozent) und jeder vierte rheinland-pfälzische Volksvertreter hat ein Profil im Karrierenetzwerk XING.

Auffallend im Vergleich zu den anderen beiden Bundesländern ist die überdurchschnittlich hohe Nutzung von Instagram. 15 Abgeordnete kommunizieren bisher in Bildern mit ihren Wählern.

 

FACEBOOK & TWITTER

Infografik - Balkdendiagramm
Facebook ist besonders in den Fraktionen der klassischen Volksparteien sehr beliebt. Über 95 Prozent bei der CDU und knapp 95 Prozent aller Abgeordneten bei der SPD sind hier angemeldet.

Relativ die meisten Fanseiten gibts unter den Parlamentariern von SPD und FDP. Über die Hälfte nennen ein professionelles Profil bei Facebook ihr Eigen. Am wenigsten sind Fanseiten bei der AfD verbreitet.

Am beliebtesten ist Twitter mit Abstand bei SPD und CDU: 56 bzw. 54 Prozent der Abgeordneten haben hier ein eigenes Profi. Bei der AfD sind es nur zwei, bei der FDP nur drei Parlamenatarier.

Update 06.04.2016: Bei Bündnis 90/Die Grünen hatte ich den Twitter-Account von MdL Bernhard Braun übersehen. Mit ihm nutzen 50 Prozent der sechs Abgeordneten Twitter. Die Gesamtquote aller MdL erhöht sich damit leicht auf 48,5 Prozent. Und auch die Facebookseite von MdL Thomas Roth von der FDP habe ich bei der Recherche wohl übersehen. Mit dieser nutzen 74,4 Prozent der liberalen MdL eine Fanseite. 





Landtag Sachsen-Anhalt   



Logo Landtag Sachsen-Anhalt
Insgesamt nutzen 74 der 87 Abgeordneten mindestens ein Profi in sozialen Netzwerken.
Dies entspricht 85 Prozent aller Parlamentarier.

Zum Vergleich: Im Bundestag nutzen aktuell 605 von 630 MdB (entpricht ca. 96 Prozent) mindestens ein Profil in sozialen Netzwerken zum Bürgerdialog.






 

FRAKTIONEN

 
Infografik - Balkdendiagramm

Interessant: In der Fraktion des Ministerpräsidenten gibt es die meisten Social-Media-Verweigerer. Bei der CDU nutzen "nur" vier von fünf Volksvertretern Social Media. 

Obwohl die AfD im Wahlkampf sehr zentral und erfolgreich auf Facebook setzte, die nun gewählten Parlamentarier sind im Vergleich gar nicht so stark auf Facebook & Co vertreten, wie z.B. die Grünen. Alle fünf gewählten MdL der Grünen nutzen Social Media aktiv. Auch bei SPD und LINKE sind fast alle Abgeordneten mit mindestens einem Profil in sozialen Netzwerken unterwegs.




Je kleiner die Fraktion, um so mehr Politiker sind in Social Media aktiv.

Die Übersicht über die Social-Media-Nutzung der einzelnen Abgeordneten nach Fraktionen selektiert finde sich tagesaktuell bei Pluragraph.de, unter:
CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt
AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt
DIE LINKE. Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt 
SPD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag von Sachsen-Anhalt

Anmerkung: Diese Übersichten sagen nichts bzw. nur beschränkt etwas über die Qualität, die Professionalität und die möglichen Reichweiten der Social-Media-Kommunikation der einzelnen Abgeordneten aus.




NETZWERKE

 

Auch wenn Facebook im Vergleich zu den anderen beiden Bundesländern in Sachsen-Anhalt weniger genutzt wird, auch hier ist es das mit Anstand meistgenutzte Netzwerk im Landtag: Knapp 83 Prozent der Abgeordneten sind hier unterwegs.

Immerhin jeder dritte Parlamentarier (32) ist bei Twitter (#ltlsa) mehr oder weniger aktiv.

Instagram hingegen scheint zwischen Magdeburg und Halle noch politisches Entwicklungsland zu sein. Bisher erst vier Abgeordnete sind hier dabei.

Auch YouTube und XING werden wesentlich weniger genutzt als in Baden-Württemberg & Rheinland-Pfalz.

 

 

FACEBOOK & TWITTER

Balkdendiagramm
So Social Media wie die Grünen-Fraktion ist keine andere hier betrachtete Fraktion. Alle gewählten MdL (5) nutzen Facebook und Twitter. 

Zudem wird Facebook auch bei SPD & LINKE überdurchschnittlich viel genutzt. Die relativ meisten Fanseiten gibts bei Grünen und SPD, hier sind über- durchschnittlich viele Abgeordnete mit einem professionellen Profil bei Facebook unterwegs. 

Twitter ist besonders bei Grünen und Linken beliebt. bei der AfD twittert bisher lediglich der Fraktionsvorsitzende als einziger der 25 MdL. 

 

 

 

 

Fazit


Im Vergleich zur vorherigen Legislaturperiode ist ein kleiner Zuwachs an Social Media nutzenden Abgeordneten in allen drei Landtagen erkennbar. Fast 90 Prozent aller gewählten Volksvertreter sind in sozialen Netzwerken aktiv.

Bei den meisten gibt es allerdings noch großen qualitativen Nachholebedarf, wie eine Stichprobe  unter den gewählten MdL in allen drei Ländern zeigte. 

Am meisten wird auch weiterhin Facebook, mit etwas Abstand Twitter als auch XING und YouTube genutzt. Neben den hier aufgelisteten Netzwerken waren vereinzelte Parlamentarier zudem auf Snapchat, VKontakte (ausschliesslich AfD-Abgeordnete), Flickr, Google+, LinkeIn, MeinVZ und MySpace aktiv.

Es ist zu hoffen, dass der Aktivitätslevel aus dem Wahlkampf nun auch in den kommenden fünf Jahren aufrecht erhalten wird, insbesondere vor dem Hintergrund der stäkerern Politisierung der Gesellschaft besteht nun die Chance die erhöhte Aufmerksamkeit zu nutzen, um mit kontinuierlicher Kommunikation wieder Vertrauen in die eigene Politik als auch das demokratische System zu erhöhen.  

Dienstag, 22. März 2016

Angst vor dem Dialog - Wie Politiker und Parlamente Social Media nutzen (sollten)

Dies ist ein Gastbeitrag von Chantal Schwindenhammer. Sie untersuchte in ihrer Bachelorarbeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena „Parlaments-PR und Social Media. Von einer einseitigen zu einer dialogorientierten Kommunikation mit neuen Partizipationsmöglichkeitendie politische Kommunikation im digitalen Raum.


FSU Jena
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Die Politik ist dazu angehalten, ihre Arbeit öffentlich zu machen (vom Bundesverfassungsgericht in einem Urteil vom 02.03.1977 festgelegt, vgl. auch Kunczik 2010) um ihre Entscheidungen zu legitimieren und im besten Fall das Vertrauen der Öffentlichkeit zu gewinnen. Dazu gibt es vielfältige Möglichkeiten. Eine neuere davon stellt Social Media dar. Durch eine Literatursynopse unterschiedlicher Studien aus dem deutschem und internationalem Raum, lässt sich ableiten, inwiefern Parlamente, Parteien und Abgeordnete sich auf Social-Media-Plattformen präsentieren und ob dort ein Dialog mit den Bürgern gesucht wird.

Grundsätzlich werden Social-Media-Kanäle noch nicht mit einer langfristigen Strategie von deutschen Politikern genutzt. Die meisten Parlamentarier verbreiten Informationen und suchen keinen Dialog, außerdem werden selten sämtliche Möglichkeiten des Social Media ausgelotet. Es werden zwar häufig Links geteilt (67%), doch weder Fotos (18%) noch Videos (3%) sind des Öfteren zu finden (Schultz 2015). Nach Meckel et al. (2013) werden drei Nutzertypen klassifiziert (Abb. 1).


Infografik
Abbildung 1: Politische Nutzertypen bei Social Media (nach Meckel et al. 2013)



Bei den Parteien zeichnet sich dagegen ein zeitbezogenes Bild. Während eines Wahlkampfes steigt die Kommunikation via Social Media stark an, ist allerdings häufig recht trivial und erzeugt keinen Diskussionsbedarf (vgl. Köhler 2015). Auch die Parlamente streben nicht grundsätzlich nach einem Dialog. Hier ist festzustellen, dass Social Media für mehr Transparenz der politischen Arbeit genutzt wird und weniger für eine echte Zusammenarbeit

 
Beispiel 1
Beispiel 1: Heiko Maas (SPD)
Beispiel 1 zeigt einen Bundesminister, der Social Media vorrangig dazu nutzt, Interviews und schon veröffentlichte Informationen weiter zu verbreiten, aber in der Kommentarspalte nicht mit den Nutzern interagiert. Damit ist er der Nutzergruppe der Profis zuzuordnen.

Gründe für diese Zurückhaltung sind schnell gefunden (Abb. 2). Von der Seite der Bürger ist jedoch eine politische Kommunikation in den sozialen Netzwerken nur für die diejenigen von Interesse, die sich auch offline politisch engagieren (vgl. Conroy et al. 2012). Das Vertrauen der Bürger in die Politik lässt sich jedoch durch Social Media durchaus erhöhen, das erfordert allerdings Transparenz, kontinuierliche und dauerhafte Aktivität auf den Plattformen und im besten Falle Interaktion mit den Bürgern. Das bedeutet, dass Politiker und Parlamente nicht nur Postings veröffentlichen, die sie gut darstellen, sondern auch solche, die möglicherweise negative Auswirkungen haben, wozu sie allerdings direkt im Dialog Stellung beziehen können. Zusätzlich erfordert eine erfolgreiche Arbeit mit Social Media mehr als ein Posting pro Monat, damit eine dauerhafte Beziehung mit den Followern entstehen kann. 



Infografik
Abbildung 2: Gründe für Zurückhaltung von Politikern in Social Media

Es gibt aber auch positive Beispiele. Das Europäische Parlament nutzt seine Facebookseite, um mit den Bürgern in Kontakt zu treten, ihre Meinung zu erfragen und auf Kommentare einzugehen. Außerdem sind die meisten Postings mit Bildern oder Videos verknüpft und somit interessanter für die Nutzer (siehe Beispiel 2.1 und 2.2). 

Screenshot
Beispiel 2.1. Video-Beispiel auf Facebookseite des Europäischen Parlaments

Screenshot
Beispiel 2.2. Dialog auf der Facebookseite des Europäischen Parlaments
 

FAZIT


Zusammengefasst sind die gegenwärtigen Social-Media-Aktivitäten der Politik in den meisten Fällen wenig interaktiv und aktionsbezogen, doch es gibt auch Beispiele, die einen interaktiveren Weg gehen. Auf jeden Fall sollten die Chancen für eine verbesserte Verbindung mit den Bürgern nicht ignoriert werden


Autorin: 
 
Portrait
Chantal Schwindenhammer
Chantal Schwindenhammer hat einen Bachelorabschluss von der Friedrich-Schiller-Universität in Jena in Kommunikationswissenschaft mit Wirtschaftswissenschaft im Nebenfach. Ihre Interessen liegen in der Öffentlichkeitsarbeit und in den Kommunikationsstrategien von Unternehmen und Institutionen.
Kontakt:chantal.schwin@gmail.com 











Literatur  


Conroy, M., Feezell, J. T., & Guerrero, M. (2012). Facebook and political engagement: A study of online political group membership and offline political engagement. Computers in Human Behavior, 28(5), 1535-1546.
Köhler, A. (2015). Wahlkampfmotivation statt Bürgerdialog? In M. Kaeding & N. Switek (Hrsg.), Die Europawahl 2014 (S. 257-270). Wiesbaden: Springer VS.

Kunczik, M. (2010). Public Relations. Konzepte und Theorien (5., überarb. und erw. Aufl.). Köln [u.a.]: Böhlau.

Meckel, M., Hoffmann, C., Bucher, E., & Suphan, A. (2013). Politiker im Netz – Treiber und Hürden der Social Media-Nutzung unter Bundes- und Landtagsabgeordneten. Abschlussbericht.

Schultz, K. (2015). Europa goes Facebook – Faktoren für eine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit der Abgeordneten des Europäischen Parlaments auf Facebook. In R. Fröhlich & T. Koch (Hrsg.), Politik – PR – Persuasion (S. 219-235). Wiesbaden: Springer VS.



Mittwoch, 17. Februar 2016

Wahlplakate from Hell: Sachsen-Anhalt // Baden-Württemberg // Rheinland-Pfalz-Edition

Der Klassiker ist zurück! 

Nachdem ich bereits im letzten Europawahlkampf, bei der Hamburger Bürgerschaftswahl und der Bremer Bürgerschaftswahl die schönsten "Wahlplakate from Hell" präsentiert habe, konnte ich eurem Wunsch nicht wiederstehen und habe auch wieder zu den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg (13. März 2016) einige schöne Motive drüben bei Twitter und Facebook zusammengetragen.

Hier nun alle auf einen Blick:

Sachsen-Anhalt


CDU Sachsen-Anhalt

Wulf Gallert, Die LINKE.
 
Sandro Dadaczynski, FDP

Sören Herbst, Bündnis 90/Die Grünen 
 
Dr. Reiner Haseloff, CDU 
 
FREIE Wähler Sachsen-Anhalt
 
CDU Magdeburg 
 
Magdeburger Gartenpartei 
 
Tierschutzallianz Sachsen-Anhalt 
 

Die LINKE Sachsen-Anhalt, Junge Union Sachsen-Anhalt 

Junge Union Sachsen-Anhalt
 
Statt Partei Merseburg
 

NPD Sachsen-Anhalt 
 

Und Star Wars war natürlich im Vorwahlkampf auch schon Thema.

Junge Union Magdeburg

Die Reaktionen liesen dann auch nicht lange auf sich warten:

FDP Sachsen-Anhalt
 
Linksjugend [´solid] Sachsen-Anhalt

Was die Junge Union kann, können wir schon lange: Schlechte Montagen mit Anspielungen auf Science-Fiction - nur dass wir...
Posted by Linksjugend ['solid] Sachsen-Anhalt on Mittwoch, 16. Dezember 2015


Bündnis 90/Die Grünen Sachsen-Anhalt

 

 

Baden-Württemberg 


Ok, ich gebe zu es ist kein Wahlplakat, sondern "nur" ein Wahl-Foto auf seinem Instagram-Account gewesen.

Dr. Hans-Ulrich Rülke, FDP

Nun aber wirklich Wahlplakate!

Valeri Kalaschnikow, Die LINKE.
 
Simon Weißenfels, CDU 

Und wie antwortet man auf so ein Plakat? Genau so!

Julian Beier, Piratenpartei 
 
Guido Wolf, CDU 
 
Florian Wahl, SPD 

Lennart Lein, Die PARTEI
 
Peter Friedrich, SPD 
 
Henrik Dörr, FDP 
 

Dr. Donate Kluxen-Pyta, CDU

Michael Conz, FDP

Fabian Gramling, CDU
Manuel Hagel, CDU
 

Winfried Kretschmann, Bündnis 90/Die Grünen
 
Die LINKE. Baden-Württemberg

Piratenpartei feat. CDU Baden-Württemberg 
SPD Baden-Württemberg

Die PARTEI
 
Die PARTEI Baden-Württemberg 

Andreas Knapp, FDP


ALFA Mannheim
 

AfD Baden-Württemberg

AfD Baden-Württemberg

AfD Baden-Württemberg 

Eine umfangreiche Analyse aller Wahlplakate der großen Parteien zur Landtagswahl in Baden-Württemberg gibts wie immer beim designtagebuch.de

 

 

Rheinland-Pfalz



Julia Klöckner, CDU 
 
Malu Dreyer, SPD 
 

Sebastian Rupp, CDU feat. Andreas Rahm, SPD

 Andy Berch, FDP 

Dr. Volker Wissing, FDP

Michael Wäschenbach, CDU
 
Die LINKE. Rheinland-Pfalz

Die LINKE. Rheinland-Pfalz

  ALFA Rheinland-Pfalz 

DIE Einheit Rheinland-Pfalz
 

Ganz eigene Wahlplakate from Hell gibts im tumblr "Guthe Plakate" der Jungen Union Rheinland-Pfalz, ein Remix der aktuellen SPD-Kampagne aus dem Landtagswahlkampf.

Die Designer von Wehr & Weisweiler haben sich unter Designaspekten die Plakate aus Rheinland-Pfalz "vor ihrer Haustür" ebenfalls mal näher angeschaut. Lesenswerte und fachkundige Lektüre. 

#ltwlsa #ltwbw #ltwrp