Montag, 30. Oktober 2017

Die Kampagne ist nicht vorbei

Dies ist ein Gastbeitrag von Daniel Mack, Berater für Public Affairs und Kommunikation bei 365 Sherpas Corporate Affairs & Policy Advice in Berlin. Der Beitrag ist dem Buch "Wahlanalyse 2017 – Strategie. Kampagne. Bedeutung.“ (Herausgeber: Jan Böttger, Prof. Mario Voigt, Ralf Güldenzopf) entnommen, dass die Bundestagswahl und den Wahlkampf 2017 in 23 Artikeln umfassend analysiert. Mehr Informationen zum Buch & download unter https://www.wahlanalyse2017.de.


Die starke Machtverschiebung in der Medienlandschaft von klassischen Medien hin zu Social Media macht es Populisten noch einfacher, ihre schnell geschaffenen Communitys zu aktivieren, um erfolgreich zu sein. Trump und Brexit haben das gezeigt, die vergangene Bundestagswahl ebenfalls. Vor allem in Ostdeutschland.

Jan Böttger, Mario Voigt, Ralf Güldenzopf
www.wahlanalyse2017.de
Nach den erwähnten Ereignissen in 2016 konnten es sich die etablierten Parteien 2017 nicht mehr leisten, einen Wahlkampf mit konservativen Methoden zu führen. Politikerinnen und Politiker haben in den vergangenen Wochen Zeit und Geld in ihre digitalen Kanäle investiert. Parteien haben kurzfristig Personal eingestellt, um Zitate des Spitzenpersonals auf farbige Hintergründe zu setzen und möglichst schnell in Social-Media-Kanäle zu posten. Vom TV-Duell bis zur Kandidatenbefragung in Dritten Programmen wurden sämtliche Auftritte live begleitet. Erfolgreich war das höchstens in der Parteibubble, aktiviert haben diese Posts wohl nicht mal die Kernanhängerschaft und mit digitaler Strategie hat das wenig zu tun. Der Zeitraum war zu kurz, der Stil nicht echt, die Kommunikation zu glatt. Die Politik der Etablierten wirkte im Netz so unnahbar wie eh und je.

Es gibt keine wahlkampffreien Zeiten 


Und just am Tag nach der Wahl ist die Kampagne vorbei. Danke-Plakate in Großstädten, Danke-Posts im Netz. Ein Fehler. Die moderne Kampagne hätte jetzt den Übergang in die nächste Phase gestartet. Denn wahlkampffreie Zeiten gibt es in der digitalisierten Gesellschaft nicht mehr.

Menschen haben Fragen und die Politik eine Pflicht zu antworten. Einmischung ist dabei keineswegs eine Bedrohung und auch nicht immer Ausdruck einer Dagegen-Haltung, sondern sollte als Bereicherung verstanden werden. Pure Präsenz und in regelmäßigen Abständen vom Team Beiträge veröffentlichen zu lassen, reichen dabei aber nicht aus. Die alten Wege der Einbahnstraßen-Kommunikation funktionieren im Netz nicht.

Christian Lindner hat verstanden 


Livevideo Christian Lindner (FDP)
Wer bei der nächsten Wahl in vier Jahren erfolgreich sein will, sollte sich an einem orientieren, der in den vergangenen Jahren ganz bewusst einen anderen Weg gegangen ist und damit 2017 gewonnen hat. Im Mai in Nordrhein-Westfalen und am 24. September im Bund. Über 2.500 Zuschauer gleichzeitig hatte FDP-Vorsitzender Christian Lindner zuletzt bei seinen Facebook-Live-Sessions. Weit mehr als vor Ort in Liberalen-Hochburgen wie Düsseldorf. Lindners größte „Kundgebungen" in diesem Wahlkampf fanden online statt. Sein Ansatz, die Dialoge auf Facebook anzukündigen, Fragen live und ungeschnitten zu beantworten, ist so einfach wie richtig. Lindner ist erfolgreich, weil er diese Dialoge regelmäßig anbietet, andere Formate ähnlich locker produziert, Fragen spontan aufgreift und seinen Dialog komplett ungeskriptet durchführt. Richtig genutzt ist Social Media ein fortlaufender Austausch vor Publikum im Netz. Mit anderen Politikern, mit Journalisten, mit Lobbygruppen, mit Bürgerinnen und Bürgern. Das ist echt und schafft Nähe. Solche ernst gemeinten Dialoge, die nicht einseitig, sondern mit der Bevölkerung geführt werden, sind ein Weg, um deutlich zu machen, dass es zur offenen Gesellschaft keine Alternative gibt, dass Hass keine Probleme löst.

Menschen begegnen, wo sie unterwegs sind 


Dieser offene Dialog mit interessierten Bürgern und der digitale Austausch mit Stakeholdern muss intensiviert werden. Parteien sind gerade nach dem Ergebnis der Bundestagswahl gut beraten, weiter in institutionalisiertes Web-Monitoring zu investieren, um früh Themen und Interessen wahrzunehmen, zu analysieren und schnell, aber klug mit Maßnahmen und Aktionen reagieren zu können. Moderne Kommunikation kann auf Big Data nicht verzichten. Die Politik muss sich die Mühe machen, herauszufinden, welche Probleme enttäuschte Menschen wirklich bewegen und ihnen dort begegnen, wo sie unterwegs sind. In der digitalen Fußgängerzone Facebook ebenso wie in Innenstädten. Warum stellt sich der Minister nicht auch während der Legislaturperiode in „ask me anything“ Formaten auf Marktplätzen den Fragen der Bevölkerung? Wieso hält Angela Merkel eine bedeutende Rede zur Zukunft Europas nicht ganz bewusst vor Ort umringt von Menschen? Warum erklären Parteien Gesetzesvorlagen nicht an Infoständen im direkten Austausch mit den Menschen?

Die Hoffnung eines neuen Politikstils realisieren 


Mehr denn je brauchen wir heute Dialoge zwischen der Bevölkerung und der Politik. Dazu braucht es Nähe und die Offenheit für neue Wege und alternative Kommunikationsformen, um die Bürgerinnen und Bürger anzuhören und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen und mit ihnen zu kommunizieren. Es gibt keinen besseren Weg, Akzeptanz und Vertrauen für das demokratische System und die getroffenen Entscheidungen zu schaffen, als die Betroffenen selbst einzubeziehen und Transparenz zu schaffen. Der digitale Dialog ist eine große Bereicherung für unsere demokratische Kultur.

Eine mögliche Jamaika-Koalition könnte sich genau das zur Aufgabe machen. Einen Koalitionsvertrag im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern und im engen Austausch mit Interessengruppen umsetzen. Viele Menschen hoffen auf einen neuen Politikstil, Dialog auch während der Legislaturperiode, neue Formen der Beteiligung und ein Ende des Regierens von oben herab.


Autor 

Berater für Public Affairs und Kommunikation
Daniel Mack ist Berater für Public Affairs und Kommunikation bei 365 Sherpas Corporate Affairs & Policy Advice in Berlin und früherer hessischer Landtagsabgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen. Er berät Marken, Persönlichkeiten, Organisationen und Politik bei Strategien für digitale Kommunikation und veröffentlicht als Autor Beiträge bei diversen Medien.








Mittwoch, 26. Juli 2017

Wahlplakate from Hell #btw17: Edition Bundestagswahl 2017

Der Klassiker ist zurück! 

Nachdem ich bereits bei den letzten Landtagswahlen im Saarland, Schleswig-Holstein und NRW, im letzten Europawahlkampf, bei der Hamburger und der Bremer Bürgerschaftswahl und bei den drei Landtagswahlen im März und im September 2016 die schönsten "Wahlplakate from Hell" präsentiert habe, konnte ich eurem Wunsch nicht widerstehen und habe auch wieder zur Bundestagswahl 2017
(24. September 2017) einige schöne Motive drüben bei Twitter und Facebook zusammengetragen.

Sollte ich weitere sehenswerte Exemplare übersehen habe, freue ich mich immer über sachdienliche Hinweise unter martin.fuchs@hamburger-wahlbeobachter.de, die Kommentarspalte sowie Facebook und Twitter. ;)

Diese Sammlung wird fast täglich aktualisiert!

Hier nun alle Plakate auf einen Blick:

 

Kandidatinnen


Markus J. Brey (Die Linke.)
 
Niema Movassat (Die Linke.)
 
Matthias Ilgen (SPD)

Dr. Wolfgang Stefinger
(CSU)

Thomas Utz
(SPD)
 
Sebastian Hartmann
(SPD)

Dagmar Ziegler
(SPD)
 
Ingo Schäfer (SPD)
 
Martin Schulz (SPD)
 
Martin Schulz (SPD) 
 
Martin Schulz  (SPD)
 
Martin Schulz (SPD)

Johannes Kahrs (SPD)


Fritz Felgentreu
(SPD)



Parsa Marvi (SPD)
 
Audrey Hepburn (SPD) 
 
Klaus Mindrup (SPD)
 
Benjamin Grimm (SPD)
 
Kevin Hönicke (SPD)
Alexander Horlamus (SPD)
Christian Reinke (SPD) 
 
Roland Panter (Bündnis 90/Die Grünen)

Oliver Bittmann
(Bündnis 90/Die Grünen)
 
Tobias Bacherle (Bündnis 90/Die Grünen)
 
Patrick Zwiernik (Bündnis 90/Die Grünen)

Omid Nouripour (Bündnis 90/Die Grünen) 
 
Moritz Müller (Bündnis 90/Die Grünen)
Manfred Krönauer (FDP)

Marie-Agnes Strack-Zimmermann
(FDP)
 
Michael Kuffer (CSU)

Marlene Mortler
(CSU)
 
Volker Ullrich (CSU)
 
Julia Obermeier & Bernhard Looos (CSU)
 
Karin Maag (CDU)
 
Norbert Altenkamp
(CDU)
 
Matern von Marschall (CDU)

Christina Schwarzer
(CDU)
 
Nikolas Löbel (CDU)
 
Thomas Jarzombek (CDU)
 
Thomas Heilmann (CDU)

Thomas Heilmann (CDU)
 
Angela Merkel (CDU) & Martin Schulz (SPD)
 
Stefan Rebmann (SPD)

Stefan Rebmann (SPD) & Nikolas Löbel (CDU)
 
Stefan Liebich (Die LINKE.) & Gottfried Ludewig (CDU)
 
Bernd Riexinger
(Die LINKE.)

Lothar Kowelek
(Die LINKE.)
 
Sebastian Merkens (Die LINKE.)
 
Kerstin Kassner (Die LINKE.)
 
Chayenne Hanson (V-Partei³)
 
Ludwig Gebhard (Freie Wähler)

Robert Soyka (Freie Wähler) 

Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler)
 
Martin Marino-Haffner  (Freie Wähler)
 
Sebastian Blume (parteilos)
 
Christian Lindner (FDP)
 
Christian Linder (FDP) & Martin Schulz (SPD)
 
Katrin Helling-Plahr (FDP)

Prof. Dr. Hermann Siebdraht (FDP)

Michael Tropp (parteilos)

 Martin Schmeding (Bündnis 90/Die Grünen)

Bettina Fassl (Tierschutzallianz)

Dagmar Eberhard & Herbert Nussbaum (MLPD)
 
Malte Hirschbach (Die PARTEI)
 
Teresa Klein (ÖDP)

 


Parteien 


Bündnis 90/Die Grünen
(Karlsruhe)
 
Bündnis 90/Die Grünen


Bündnis 90/Die Grünen 

Die PARTEI


Die PARTEI

 
Die PARTEI Hannover

 
Partei für Gesundheitsforschung

 
FDP Ostholstein


FDP

 
Piratenpartei Deutschland

 
Bergpartei
 
CDU Berlin


CDU Rheinisch-Bergischer Kreis


ÖDP



Bayernpartei
 
MLPD



Tierschutz-Allianz 

Menschliche Welt





 



Sonstige


Team Kurz, Österreich



Unbekannt


Unbekannt
Unbekannt 

Christin Thüne (AfD), Oberbürgermeister-Kandidatin

Mushin Senol (Forum Neues Offenbach)


Ralf Leßmeister (CDU)


BVG

ALDI Süd 

Der Tod

 


Wahlanzeigen


Tino Sorge
(CDU)
Alternative für Deutschland
[Update: Bei diesem SharePic vom inoffiziellen AfD-Instagram-Account @afd.de handelt es sich wohl um ein Fake, zu sehen sindFr zwei NPD-Funktionäre, das Bild stammt aus eine Video von Deutsche Stimme TV]


Donnerstag, 30. März 2017

Coworking für die Demokratie - neue Ansätze in der politischen Kommunikation

Dies ist ein Gastbeitrag von Dr. Maren Jasper-Winter (FDP). Seit der Abgeordnetenhauswahl 2016 ist sie Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und vertritt dort den Wahlkreis Berlin-Mitte. Sie sitzt im Petitionsausschuss und vertritt die Fraktion im Berliner Beirat für Familienfragen. Im Gastbeitrag beschreibt sie die Beweggründe für die Standortauswahl und den Change Prozess der Freien Demokraten.

Screenshot
Webseite Dr. Maren Jasper-Winter
Eine lebendige Demokratie lebt von einer aktiven Bürgergesellschaft. Dafür ist das Gespräch von Mensch zu Mensch unabdinglich. Nur so können unterschiedliche Ansichten und Interessen in der politischen Willensbildung berücksichtigt werden. Noch nie hatten die Wählerinnen und Wähler mehr Möglichkeiten, direkt mit ihren Gewählten in einen Austausch zu treten. Alle vier oder fünf Jahre stehen die Parteien und ihre Personen auf der Probe - haben sie im Parlament ihre Positionen vertreten und den Anliegen ihrer Anhänger eine Stimme gegeben? Konnten sie in den Wahlkampagnen erfolgreich für die Erneuerung des Mandats werben?

Die Faktoren für ein gutes Stimmenergebnis sind vielfältig. Parteistrategen und Campaigner stehen dabei grundsätzlichen Veränderungen gegenüber. Die langfristige Parteibindung nimmt ab und die Anzahl der Wechselwähler steigt. Hinzu kommt, dass sich immer mehr Menschen erst spät entscheiden, wo sie ihr Kreuz machen. Wahlauswertungen zeigen, dass zuletzt bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin knapp die Hälfte der FDP-Wähler sich erst kurz vor oder direkt am Wahltag festlegten. Mit nur wenigen Ausnahmen lässt sich festhalten, dass sich Trends durch Kampagnen verstärken aber nicht komplett umkehren lassen.

Wie baut man also Vertrauen in die eigene Problemlösungskompetenz auf, wie und wo entstehen Räume für einen Dialog auf Augenhöhe?

Die Freien Demokraten haben vor drei Jahren einen Leitbildprozess gestartet, der zur Klärung der eigenen Identität und der Verständigung über die gemeinsamen Werte und Programmatik beitragen sollte. Unter dem Motto #GermanMut wurde deutlich, dass wir für Optimismus, Weltoffenheit und Lösungsorientierung stehen. 
Diese Attribute beziehen sich sowohl auf unsere Inhalte als auch auf unser Auftreten, das durch einen optischen Relaunch unterstrichen wurde. Die Zeit in der außerparlamentarischen Opposition (APO) hat die Partei auf allen Ebenen verändert. Vielerorts war APO weniger ein schleunigst zu verändernder Status, sondern auch eine Geisteshaltung. Neue Themen wurden angegangen, alte Gewohnheiten hinterfragt und neue Wege der politischen Kommunikation beschritten.

Gerade als kleine Partei mit begrenzten finanziellen Ressourcen setzen wir auf Neue Medien und innovative Formate. Allen voran der Bundesvorsitzende Christian Lindner bespielt die Klaviatur der Sozialen Netzwerke; nur wenige Politiker in Deutschland können mit seinen Reichweiten bei Facebook, Twitter und Instagram mithalten. Seine Wutrede im nordrhein-westfälischen Landtag, in der er für eine Gründerkultur in Deutschland wirbt, wurde millionenfach auf YouTube und Facebook angeschaut.



Im zurückliegenden Wahlkampf hatten die FDP Berlin und unser Spitzenkandidat Sebastian Czaja nicht nur erfolgreich und nachhaltig das Thema Tegel gesetzt, sondern auch verschiedene Guerilla-Maßnahmen und eine viel und international beachtete Startup-Kampagne durchgeführt. Zum Kick-Off wurde ein Plakat mit dem Slogan "Dear start-ups, keep calm and move to Berlin." durch London gefahren. Für weniger als 2.000 Euro wurden über 200 Millionen Mediakontakte mit einem Mediagegenwert von sechs Millionen Euro erzielt (Siehe auch politik & kommunikation).

Die Themen Gründergeist und Startups wurden so erfolgreich mit modernen Kommunikationsmitteln verknüpft, die Offenheit für neue Technologien und Digitalisierung als Chance glaubhaft vermittelt.

Ein Beitrag geteilt von Christian Lindner (@cl2017) am

Mit dieser Haltung und dem Kampagnenclaim “Zeit für das nächste Berlin” wurden die Freien Demokraten am 18. September 2016 mit 6,7 Prozent wieder in das Abgeordnetenhaus von Berlin gewählt.

Der FDP-Bezirksverband Mitte hatte im Wahlkampf Räume geschaffen, die niedrigschwellig und lokal Ort und Anlass für inhaltliche Diskussionen waren. Es wurde extra ein Pop-Store als Wahlkampfladen eröffnet, in dem sich Freiwillige trafen und Veranstaltungen stattfanden. Eingebettet in Social Media haben wir Politik unmittelbarer und erlebbar gemacht, damit beide Seiten ihre Anliegen bzw. Positionen einander vortragen und in den Dialog treten können. Online und offline gingen Hand in Hand. Und die lokale Sichtbarkeit wurde honoriert. In meinem Wahlkreis in Mitte, in dem sich auch der Popup-Store befand, haben wir sehr gut abgeschnitten. Es war also nur folgerichtig, dass mein neues Wahlkreisbüro in dem Kiez liegen sollte, in dem ich seit 18 Jahren wohne. Hier möchte ich ansprechbar sein.

Foto von Schribtischen und Stühlen
Coworking Space WE’RE ALL IN
Die Idee eines Wahlkreisbüros ist es, Barrieren abzubauen und auch Impulse aus dem Umfeld aufzunehmen. So bezog ich schon wenige Wochen nach der Wahl in der Torstraße mein eigenes Wahlkreisbüro in einem Coworking-Space "WE´ RE ALL IN". Das hat für mich viele Vorteile: Ich war sofort arbeitsfähig, mehr als einen Laptop und eine Kaffeemaschine hatte und brauchte ich nicht. Wie in der Gründungsphase eines Unternehmens war ich ohnehin damit beschäftigt, Mitarbeiter einzustellen, Formalia mit der (sehr hilfsbereiten!) Verwaltung des Abgeordnetenhauses zu klären und mich an den neuen Arbeitsalltag zu gewöhnen.

Box von Maren Jssper-Winter im Coworking Space
In meiner Box im Coworkingspace verfüge ich über zwei Schreibtische und kann darüber hinaus die komplette Infrastruktur nutzen, seien es die Konferenzräume für Arbeitssitzungen und Workshops mit bis zu 30 Personen oder größeren Events mit hundert Leuten. Demnächst eröffnet hier auch ein Café, in dem ich dann Bürgersprechstunden (deutsch und englisch) anbiete. Meine Mitarbeiter und ich haben hier ein lebendiges und inspirierendes Umfeld, um uns herum arbeiten Solo-Selbständige und Startups aus der Tech-Branche, manche mieten sich die Schreibtische tageweise. Man kommt leicht ins Gespräch. Das passt zu Mitte und das passt zu den Freien Demokraten.

Das Wahlkreisbüro ist also Ausgangspunkt für meine politische Arbeit, über die ich schon heute regelmäßig mit kurzen Facebook-Videos z.B. aus dem Abgeordnetenhaus, einem Newsletter und demnächst (wieder) verstärkt via Twitter berichte. Diesen offenen und vernetzten Ansatz werde ich weiter verfolgen - online und offline. Mein Ziel ist es, dass ich leicht zugängliche Angebote und Formate schaffe, damit ich mich für die Menschen in Mitte einsetzen kann.




Autorin

Portrait Jasper-Winter
Dr. Maren Jasper-Winter
Dr. Maren Jasper-Winter ist bei der Wahl am 18. September 2016 als Spitzenkandidatin der FDP Berlin-Mitte über die Bezirksliste in das Abgeordnetenhaus von Berlin eingezogen. In ihrem Wahlkreis (Mitte 1) erreichte sie 8,7 Prozent der Erststimmen und 10,8 Prozent der Zweitstimmen. Jasper-Winter ist die erste Berliner Abgeordnete, die ihr Wahlkreisbüro in einem Coworking Space bezogen hat.




Mittwoch, 22. Februar 2017

Wahlplakate from Hell: Landtagswahlen Saarland, Schleswig-Holstein & NRW

Der Klassiker ist zurück! 

Nachdem ich bereits im letzten Europawahlkampf, bei der Hamburger und der Bremer Bürgerschaftswahl, bei den drei Landtagswahlen im März und im September 2016 die schönsten "Wahlplakate from Hell" präsentiert habe, konnte ich eurem Wunsch nicht widerstehen und habe auch wieder zu den Landtagswahlen im Saarland (26. März 2017), Schleswig-Holstein (07. Mai 2017) und NRW (14. Mai 2017) einige schöne Motive drüben bei Twitter und Facebook zusammengetragen.

Hier nun alle auf einen Blick:

 

Schleswig-Holstein


Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein
 
Piratenpartei Schleswig-Holstein
 
Linkspartei Schleswig-Holstein
 
Jusos Lübeck
 
Rüdiger Kohls, FDP 

Hans Peter Farysej, unabhängiger Kandidat

Christian Schubbert-von Hobe, Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein 

 

Nordrhein-Westfalen 


SPD NRW

Internationalistische Liste/MLPD NRW

Bündnis 90/Die Grünen Mönchengladbach
 
Bündnis 90/Die Grünen Mönchengladbach
 
Bündnis 90/Die Grünen NRW
 
Deutsche Zentrumspartei NRW
 
Jusos Lippe
 
Marcus Stawars, CDU NRW

Bianca Dausend, CDU NRW

Sandra Janat, Piratenpartei NRW

Felix Wöstmann, Piratenpartei NRW 

Ingo Luff, Piratenpartei NRW

Klaus Kaiser, CDU NRW

Boris Vorholt, Die PARTEI Essen

Yannick Bayer, Die PARTEI Bonn
 
Thomas Mitze, Piratenpartei Köln
 
Nadja Lüders, SPD NRW

Martin Volkenrath, SPD NRW
 
Brigitte Harti, CDU NRW & Britta Altenkamp, SPD NRW
 
Christian Lindner, FDP NRW

 

Saarland


Die Linke Saarland

Die Linke Saarland
[Dieses Motiv stammt bereits aus dem saarländischen Landtagswahlkampf 2012. Danke für den Hinweis an Thorsten Bischoff]

Piratenpartei Saarland
[Alle #MachDichFrei-Plakate der Piratenpartei Saar gibts hier]

FDP Saarland

Bündnis 90/Die Grünen Saarland 
 
Bündnis 90/Die Grünen Saarland
 
Bündnis 90/Die Grünen Saarland
 
SPD Saar 
 
SPD Saar 

Die PARTEI Saar 
 
Dagmar Ensch-Engel, Die LINKE Saarland
 
Liberal-Konservative Reformer Saarland
 
Alternative für Deutschland Saarland

Peter Richter, NPD Saarland

Die LINKE Saarland

 

Außer Konkurrenz 


Thorsten Przygoda, OB-Kandidat Darmstadt, parteilos 
 
Kerstin Lau, OB-Kandidatin Darmstadt, Uffbasse Darmstadt

Dominique Kalb, OB-Kandiat Kassel, CDU

Dominique Kalb, OB-Kandididat Kassel, CDU


Matthias Spindler, OB-Kandidat Kassel, Die PARTEI
 
Annette Maurer & Pirmin Magez,  Bündnis 90/Die Grünen Grünstadt
 
Oliver Liedtke, Lindelbacher Liste e.V, Randersacker
 
Franca Bauernfeind, RCDS Erfurt

FPÖ Bezirk Oberpullendorf (Österreich)


Junos Wien (Österreich)
 
Deutsche Glasfaser

Sollte ich weitere sehenswerte Exemplare übersehen habe, freue ich mich immer über sachdienliche Hinweise unter martin.fuchs@hamburger-wahlbeobachter.de, die Kommentarspalte sowie Facebook und Twitter. ;)

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