Dienstag, 27. September 2011

Hamburgische Bürgerschaft - Twittercharts #5

Zu Beginn der Legislaturperiode der 20. Hamburgischen Bürgerschaft habe ich an dieser Stelle eine Bestandsaufnahme der Twitteraktivitäten der 121 Abgeordneten vorgenommen. Aktuell haben 38 Parlamentarier einen Twitter-Account und 18 nutzen diesen auch einigermaßen aktiv zur Kommunikation mit ihren Followern. Ein Twitterer hat die Bürgerschaft in den vergangenen Wochen verlassen: Britta Ernst (SPD) zog es ja bekanntlich nach Berlin.

Im monatlichen Rhythmus veröffentliche ich die Top 10 der Bürgerschafts-Twitterer.
Im September 2011 haben diese 10 Hamburger Politiker die meisten Follower.

Die Top 10 bleiben stabil. Im September gibt es keinen Wechsel im Vergleich zu den Charts im August. Aber auf den hier nicht abgebildeten Rängen 11 bis 38 gab es einige erwähnenswerte Wechsel: So konnte z.B. Katharina Wolff (CDU) zwei Plätze gut machen und liegt nun mit 81 Followern auf Platz 13. Ebenso überspringt die liberale Twitterin Martina Kaesbach zwei Plätze und rangiert nun auf Platz 26. Gratulation! 

Unangefochtener Twitterkönig der Bürgerschaft ist und bleibt der netzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Hansjörg Schmidt. Wachstumssieger in den Top 10 ist diesen Monat Dr. Walter Scheuerl (pl./CDU) mit 5,7% Zuwachs.

Da Follower immer nur ein quantitativer Wert zur Bewertung der Aktivitäten eines Poltikers sind, habe ich in diesem Monat zudem einmal die bisher abgesetzten Tweets analysiert und präsentiere hier die Abgeordneten mit den meisten Nachrichten auf Twitter:



















Selbstverständlich sagt solch ein quantiatives Ranking nichts über die Qualität der Nachrichten und des Bürgerdialoges aus und ob die 140-Zeichen-Tweets hauptsächlich politisch, privat oder Nonsens waren. Zudem ist mir bewusst, dass das Bild verzerrend ist. Einige der hier gelisteten Parlamentarier sitzen bereits seit einigen Jahren in der Bürgerschaft, andere wiederum twittern seit Twitter-Beginn ausgiebig privat. 

Um die durchschnittliche Anzahl der Tweets pro Woche zu erhalten, habe ich die Anzahl der Tweets deshalb in Relation zur bisherigen Lebensdauer des Accounts gesetzt:

Hansjörg Schmidt (SPD)      *19.04.2007:  35,2 Tweets/Woche
Dennis Gladiator (CDU)        *15.02.2009:  38,8 Tweets/Woche
Kersten Artus (Die LINKE.)   *09.01.2010:  13,4 Tweets/Woche
Carola Veit (SPD)                 *18.11.2008:   6,9  Tweets/Woche
Matthias Albrecht (SPD)       *29.03.2009:   7,6  Tweets/Woche
Farid Müller (GAL):               *10.09.2008:   5,8  Tweets/Woche
Robert Bläsing (FDP)            *14.07.2009:   8,1 Tweets/Woche
Dr. Walter Scheuerl (CDU)    *10.03.2010:    7,3 Tweets/Woche
Katharina Fegebank (GAL)    *05.08.2009:   3,7  Tweets/Woche
Hjalmar Stemmann (CDU)     *25.12.2010:   4,5  Tweets/Woche

Der aktivste Twitterer des Hamburger Parlaments ist demnach Dennis Gladiator (CDU). Knapp 40 Tweets die Woche klingt fast nach einem Halbtagsjob. Am längsten dabei ist der Twitterkönig der Bürgerschaft Hans-Jörg Schmidt (SPD). Seit über vier Jahren "zwitschert" er über 30 Tweets pro Woche. Respekt.

Mit dieser Auflistung bekommt man ein Gefühl, welche Hamburger Abgeordneten den Kanal am stärksten nutzen und ihn als Instrument für ihr individuelle Kommunikation aktiv einsetzen. 

Eine Analyse über den Anteil politischer Tweets der Bürgerschaftsabgeordneten aus dem April finden Sie hier.

Ein weiterer Indikator, wie beliebt oder interessant die Inhalte eines Twitteres sind, ist die Aufnahme in Listen anderer Twitter-Nutzer. Auch diese Zahl habe ich mir diesen Monat  genauer angeschaut. Die Top 10 der gelisteten Abgeordenten:

Auch hier liegt der Hamburger Twitterkönig Hansjörg Schmidt (SPD) vorne. Interessant dabei, viele Tweets bedeuten nicht gleich erhöhte Aufmerksamkeit bzw. gesteigertes (politisches) Interesse bei den Followern. Bisher setzte er mit seinem Account über 8000 Tweets ab, wurde 83 mal gelistet.  Der Zweitplatzierte Farid Müller (GAL) hat fast 10 mal weniger Tweets abgesetzt und ist in knapp 70 Listen vertreten. Katja Suding twittert erst seit wenigen Monaten und ist bereits in über 40 externen Listen vertreten. Und dies bei gerade einmal 121 Twitternachrichten der FDP-Fraktionsvorsitzenden. Gilt auch hier Qualität vor Quantität? 

Da Hansjörg Schmidt seinen Account nur zu knapp einem fünftel für politische Inhalte nutzt und Katja Suding zu 100% poltisch twittert, besteht hier eventuell ein Zusammenhang zwischen Inhalten und Interesse an den Tweets?


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