Freitag, 27. Januar 2012

Interview: Dr. Friederike Föcking - Neue Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft

Nach 16 Jahren in der Hamburgischen Bürgerschaft und einem kurzem Intermezzo als Innensenator in der Regierung Ahlhaus verlies Heino Vahldieck zum 31.12.2011 das Hamburger Landesparlament. Ihm folgt nun eine alte Bekannte in die Bürgerschaft nach: Dr. Friederike Föcking. 

Die erste Nachrückerin der CDU-Fraktion in der laufenden Legislatur saß bereits in der vergangenen Legislaturperiode für die CDU als familienpolitische Sprecherin im Parlament.  
Bei der Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft am 20. Februar 2011 erzielte Dr. Föcking 3028 Stimmen auf der Landesliste der Partei. 

Seit 01.01.2012 ist sie nun wieder Abgeordnete und am 26. Januar absolvierte sie ihre erste Bürgerschaftssitzung. 

Zeit, Dr. Friederike Föcking einmal genauer vorzustellen. Der HAMBURGER WAHLBEOBACHTER führte hierzu eines der ersten Interviews mit ihr als Bürgerschaftsmitglied.


Dr. Friederike Föcking
Alter: 47 Jahre (04. Februar 1964)
Quelle: hamburgische-buergerschaft.de
Beruf: Historikerin

Waren Sie überrascht, als Sie vor wenigen Wochen - Mitte Dezember - erfuhren, dass Sie für Ihren Parteifreund Heino Vahldieck in die Bürgerschaft nachrücken werden?
Ja. Ich wusste zwar, dass ich die erste Nachrückerin sein würde, wenn jemand von den Abgeordneten der Landesliste ausscheiden würde. Aber zu dem Zeitpunkt habe ich nicht damit gerechnet.

Wissen Sie schon ob und wie sich Ihr (Politiker-)Leben ändern wird?
Da ich bereits in der letzten Legislaturperiode in der Bürgerschaft war, weiß ich recht gut, was mich erwartet. Allerdings ist die Oppositionsrolle neu für mich. 

Was werden die inhaltlichen Schwerpunkte Ihrer Arbeit sein? In welchen Ausschüssen werden Sie sich engagieren?
Schwerpunkte werden die Bereiche Arbeitsmarktpolitik, Senioren und Pflege sein, für die ich jeweils Sprecherin meiner Fraktion sein werde. Ich werde im Sozial- und im Gesundheitsausschuss sowie im Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend mitarbeiten. Eine weitere Ausschussmitgliedschaft ist noch offen.

Wo waren Sie bisher politisch aktiv und warum haben Sie bei der letzten Wahl für die Bürgerschaft kandidiert?
Bereits in der letzten Legislaturperiode war ich Mitglied der Bürgerschaft und dort familienpolitische Sprecherin der CDU. Anschließend war ich Sprecherin der CDU-Fraktion im Regionalausschuss Rahlstedt. In meiner Partei bin ich stellvertretende CDU-Landesvorsitzende, Mitglied im Vorstand des CDU-Kreisverbands Wandsbek und im Ortsvorstand der CDU Rahlstedt

Meine Gründe für die Kandidatur: Ich halte es für sehr wichtig, dass sich Menschen gerade der mittleren Altersgruppe politisch verbindlich und auf längere Zeit engagieren. Davon lebt unsere Demokratie. Und da mir die Arbeit in der Bürgerschaft einfach Spaß gemacht hat und mich viele Menschen aus der Partei zur erneuten Kandidatur ermuntert haben, habe ich es versucht.

Die Bürgerschaft wird im Volksmund auch als "Freizeitparlament" bezeichnet. Was machen Sie außerhalb ihrer "Freizeit"? Bleibt neben der politischen Arbeit noch Zeit für Hobbies?
Da die meisten Sitzungen und politischen Termine nachmittags und abends stattfinden, ist es ziemlich schwierig, Familie und "Freizeitparlament" sowie Parteiarbeit unter einen Hut zu bekommen. Zeit für Hobbies (Lesen, Gartenarbeit) ist da eher selten.

Wie viele Stunden pro Woche werden Sie in den kommenden vier Jahren in die Bürgerschaftsarbeit investieren?
Wenn ich die politische Arbeit in der Partei dazuzähle, werden es sicher 35 bis 40 Stunden pro Woche. 

Bisher gibt es noch keine Webseite von Ihnen. Ist eine Webpräsenz geplant?
Ja. 

Werden Sie Social-Web-Angebote wie z.B. Facebook, Google+,Twitter oder YouTube nutzen, um Ihre Wähler über Ihre politische Arbeit zu informieren?
Wenn ich ehrlich bin, so waren diese zwar sehr schnellen, aber auch sehr knappen Formen der Kommunikation bislang nicht meine Sache. Ich nehme mir für Bürgeranfragen gern etwas mehr Zeit, weil ich z.B. selbst recherchieren muss, weil es auf viele Fragen auch keine Antwort in einem Satz gibt. Und die Privatsphäre ist für mich tabu. Aber ich sehe ein, dass für viele Wählerinnen und Wähler die sozialen Medien besonders wichtig sind. Deshalb werde ich vermutlich in Sachen "Facebook" aktiv werden.

Wie können Sie die Bürger erreichen?
Über das CDU-Abgeordnetenbüro
Schweriner Str. 4
22143 Hamburg
Tel. 040/ 675 633 97 (ggf. Nachricht auf AB hinterlassen)
oder über friederike.foecking@cduhamburg.de

Ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen weiterhin einen erfolgreichen Start ins Jahr und in das Mandat.

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