Dienstag, 28. Februar 2012

Wer wählt Gauck?

Nachdem am 17. Februar 2012 Bundespräsident Chritsian Wulff (CDU) zurückgetreten ist, gibt es nun innerhalb von drei Jahren die dritte Wahl eines Bundespräsidenten. Zu diesem Zweck wird am 18. März die 15. Bundesversammlung zusammenkommen. 

Die Bundesversammlung setzt sich aus den 620 Bundestagsabgeordneten und 620 Vertretern der 16 Bundesländer zusammen. Diese werden von den Länderparlamenten - meist im Block - gewählt und nach Berlin entsendet.

Am 29. Februar 2012 werden wurden die Hamburger Wahlleute durch die Hamburgische Bürgerschaft gewählt. Die Experten von Wahlrecht.de gehen  gingen von 13 Wahlleuten aus der Hansestadt aus.

Die Aufteilung der Kandidaten wird dabei nicht nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren vorgenommen (Ausschussverteilung in der Bürgerschaft), sondern nach d´Hondt: Bei 13 Wahlleuten lautet die Verteilung für Hamburg: 7 - 3 - 1 - 11 (SPD/CDU/GAL/FDP/Die LINKE.).


Welche 26 Hamburger Politiker sitzen nun also in der Bundesversammlung? 


Bundestag:

Ingo Egloff (Mitglied des Bundestages)
Johannes Kahrs (Mitglied des Bundestages)
Hans-Ulrich Klose (Mitglied des Bundestages)
Aydan Özoğuz (Mitglied des Bundestages)

Bürgerschaft:

                                 Prof. Dr. Katajun Amirpur (Professorin für "Islamische Studien/islamische 
                                 Theologie" an der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg
                                 Inka Damerau (stellvertrende SPD-Vorsitzende Hamburg)
                                 Andreas Dressel (Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft,
                                 Fraktionsvorsitzender)
                                 Kirsten Fehrs (Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck) 
                                 Olaf Scholz (Erster Bürgermeister der Freien- und Hansestadt Hamburg)
                                 Dr. Dorothee Stapelfeldt (Zweite Bürgermeisterin der Freien- und
                                 Hansestadt Hamburg)
                                 Carola Veit (Präsidentin und Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft)

 
Bundestag:
Dirk Fischer (Mitglied des Bundestages)
Jürgen Klimke (Mitglied des Bundestages)
Rüdiger Kruse (Mitglied des Bundestages)
Marcus Weinberg (Mitglied des Bundestages) 

Bürgerschaft 

                                André Trepoll (Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft)
                                Dietrich Wersich (Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft,
                                Fraktionsvorsitzender)
                                Katharina Wolff (Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft)                                



Bundestag

Sylvia Canel (Mitglied des Bundestages)
Burkhardt Müller-Sönksen (Mitglied des Bundestages)

Bürgerschaft

                                Katja Suding (Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft,
                                Fraktionsvorsitzende)


Bundestag

Krista Sager (Mitglied des Bundestages)
Manuel Sarrazin (Mitglied des Bundestages)

Bürgerschaft 

Jens Kerstan (Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, Fraktionsvorsitzender)


Bundestag 

Jan von Aken (Mitglied des Bundestages)

Bürgerschaft

Inge Asimiadis  (Rentnerin, Sprecherin Bezirksvorstand Die LINKE. Wandsbek)



Insgesamt vertreten also 11 Frauen und 15 Männer Hamburg in Berlin.
Dazu kommen nocheinmal 7 "Ersatzkandidaten", die die Bürgerschaft ebenfalls gewählt hat und die auch nach Berlin reisen werden. 

Sie Wahhlleute sind fast alles politische Köpfe. Andere Bundesländer setzen auf eine heterogenere Mischung. So entsendet z.B. die Berliner CDU Friede Springer (Axel Springer AG) und Otto Rehagel (Trainer Hertha BSC) in die Bundesversammlung. Die Grünen in Schleswig-Holstein senden die Vorstandssprecherin von Mehr Demokratie e.V. Claudine Nerth nach Berlin.

Nachdem der überparteiliche Kandidat Joachim Gauck sowohl von CDU, CSU, FDP als auch von den Oppositionsparteien im Bundestag SPD und Bündnis 90/ Die Grünen nominiert wurde, ist davon auszugehen, dass ihn wahrscheinlich 24 Hamburger Mitglieder der Bundesversammlung wählen werden.

Abweichler sind aber denkbar, prominente Grüne hadern z.B. noch mit der Wahl des Konsenskandidaten.

Die LINKE. hat sich entschieden eine eigene Kandidatin aufzustellen. Jan van Aken und Inge Asimiadis werden wohl aller Vorraussicht am 18. März Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld wählen.



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