Mittwoch, 11. Januar 2012

Hamburgische Bürgerschaft - Pluragraph Social Media Charts #6

An dieser Stelle veröffentliche ich seit Konstituierung der 20. Hamburgischen Bürgerschaft regelmäßig die Facebook und die Twittercharts für das Landesparlament. 

Seit März 2011 sitzen die Parlamentarier nun schon im Hamburger Rathaus und lenken die Geschicke des Landes Hamburg. Neben der Bewertung der inhaltlichen Arbeit, stellt sich dabei immer die Frage: Wie kommunizieren die Abgeordneten ihre Initiativen, Ideen und Gesetzesvorhaben? Welcher Parlamentarier informiert die Bürger und nutzt die Chancen von Social Media zu einem aktiven Bürgerdialog im www? 

Dazu habe ich mir wieder die Aktivitäten aller 121 Abgeordneten auf den verschiedenen Plattformen und Kanälen näher angeschaut.

83 von 121 Abgeordneten haben ein privates Facebook-Profil
41 von 121 Abgeordneten haben eine Facebook-Fanseite
33 von 121 Abgeordneten haben sowohl ein privates Facebookprofil, als auch eine Fanseite
41 von 121 Abgeordneten haben einen Twitter-Account
37 von 121 Abgeordneten haben ein XING-Profil
30 von 121 Abgeordneten haben einen eigenen YouTube-Kanal
13 von 121 Abgeordneten haben ein Google+-Profil
  8 von 121 Abgeordneten haben ein Flickr-Profil
  4 von 121 Abgeordneten haben ein Netlog-Profil
  2 von 121 Abgeordneten hat ein VZ-Netzwerke-Profil

Nun habe ich mit Hilfe der Social Media Benchmarking und Analyse-Plattform Pluragraph alle Profile zusammengezählt. In das Ranking fließen die Anzahl der Follower bei Twitter, die Fans der Facebook-Fanseiten, die Anzahl derer denen ein Profil in den VZ-Netzwerken gefällt und die Anzahl der Kreise, in denen eine Person auf Google+ ist, ein. Da die anderen Netzwerke keine Schnittstelle zum Auslesen anbieten, werden XING und YouTube mit einem festen Wert erfasst. Flickr kann nicht mit in die Betrachtung einbezogen werden, da eine große Anzahl an hochgeladenen Fotos das Ergebnis zu stark verzerren würde. Auch hier wird ein pauschaler Wert von 50 angesetzt. Aus diesen Werten ergibt sich dann das Gesamt-Ranking und: 

Die Top 10 der Social Media Charts der Hamburgischen Bürgerschaft im Januar

Alles neu, im neuen Jahr? Nicht ganz. Trotzdem gab es in den vergangenen sechs Wochen einige teilweise gravierende Verschiebungen in den Top 10.

Der Shootingstar

Erst Ende November begann Kazim Abaci (SPD) kontinuierlich die sozialen Netzwerke für seine Kommunikation zu erschließen.

Mittlerweile hat er die Charts erobert und ist als Senkrecht-starter von 0 auf Platz 3 eingestiegen. Mit einem Pluragraph-Wert von 1108 liegt er sicher auf einem Podestplatz und hat die bisherigen Chart-Dauergäste allesamt überholt. Aus diesem Grund ist Matthias Albrecht (SPD) in diesem Monat nicht mehr unter den Führenden. Er fiel sogar auf Platz 12 ab.

Gratulation an dieser Stelle an den Integrationspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und Neu-Politiker Abaci, der mit seiner Arbeit in den sozialen Netzwerken zeigt, das man mit qualitativ hochwertigen Inhalten schnell einen relativ hohen Sympathisantenstamm aufbauen kann. Insbesondere bei Facebook ist Ihm das gelungen. Hier hat er in nur wenigen Wochen fast 400 neue "Gefällt mir" dazugewonnen. Ein absoluter Spitzenwert im Vergleich zu allen anderen Bürgerschaftsabgeordneten.

Verliererin des Monats ist die Fraktionsvorsitzende der FDP,  Katja Suding. Sie fällt von Platz 3 auf Platz 6 ab. Dennis Gladiator (CDU) und Kersten Artus (Die LINKE.) können an ihr vorbeiziehen. 

In diesem Monat erhält Hansjörg Schmidt (SPD) nun schon die sechste Krone in Folge als Social-Media-König von Hamburg. Gratulation!  Bei diesem Abstand werden wohl demnächst noch einige hinzukommen ;)

Wer sich selbst ein Bild von allen Platzierungen der 95 gelisteten Mitglieder der Bürgerschaft machen möchte, dem empfehle ich direkt in die Charts einzusteigen: Liste der Mitglieder der Hamburgischen Bürgerschaft bei Pluragraph.de 

Weil die Zuwachsraten bei Kazim Abaci so atemberaubend aussehen, hier auch noch ein abschließender Blick auf die Entwicklung seiner Social-Media-Profile: 



Kommentare:

  1. Nichts gegen meinen Genossen Kazim, aber wohl gegen ihre "Statistik": Wie kann man denn die Anzahl der hochgeladenen Fotos bei Flickr in die "Statistik" mit aufnehmen? Als Anhaltspunkt wie und ob der Nutzer Flickr nutzt mag das vielleicht hilfreich sein, aber wohl doch kaum für eine Auswertung bzgl. Social Media. Und selbst wenn man die Kontakte mal genauer betrachtet sollte man sich die Anzahl der SPAM-Accounts mal hinreichend anschauen.

    Auch Zuwachsraten (bei Twitter bspw.) sollte man sich genau anschauen. Verdoppelt ein neuer Nutzer seine Followerzahl von 1 auf 2 ist das schön und gut. Gewinnt ein anderer Nutzer aber bspw. von 500 auf 550 dazu ist das wohl eher beachtenswert.

    Ich würde mir von Ihnen wirklich mal eine richtige Auswertung bzgl. Kontakte / Interaktion wünschen. Eine aussagekräftige Statistik kommt halt nicht durch bloße stumpfe Zahlenbetrachtung zu stande. Das bedeutet aber mal richtige Arbeit.

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  2. Lieber Herr Tomaschek, vielen Dank für die guten Anmerkungen aus dem hohen Norden.

    Dieser Blog und dieses Posting hat nie den Anspruch einer wissenschaftlichen Statistik gehabt und wird es leider auch nie können, da es eben - wie sie sehr gut erkannt haben - ein Blog ist und keine Universität.

    Die Fotos auf Flickr werden nicht, wie leider von Ihnen fälschlicherweise angenommen, mit in den Pluragraph-Wert eingerechnet. Flickr wird lediglich mit erhoben und das Flickt-Profil mit einem Pauschalwert von 50 Punkten mitberechnet. Mehr dazu lesen sie hier: https://pluragraph.de/pages/faq#faq_wert

    Wenn Sie meine Twitter-Rankings verfolgen werden Sie sehen, dass ich eben nicht jede Steigerung von 2 auf 4 Follower als großen Zuwachs interpretiere, sondern lediglich Accounts die bereits eine gewisse Grundgesamtheit auf sich vereinen betrachte. Und bei den anderen Accounts gibt es den Disclaimer, der erklärt das die Zuwachsraten bei junge Accounts verzerrt sind.

    Gerne lade ich Sie ein Ihre wirklich gute Idee einer "richtigen Auswertung" als Gastautor im Blog umzusetzen. Es würde mich und auch die Leser sehr freuen, wenn sie sich mal an einer inhaltlichen Auswertung der Hamburger Politikerprofile versuchen würden. Die Interaktionsraten sind ja leider nur bei sehr wenigen MdHB öffentlich einsehbar und somit auswertbar.

    Ich freue mich auf ihren Artikel im Wahlbeobachter-Blog.

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