Mittwoch, 16. Mai 2012

Fußbänkchen für die Demokratie

Bisher war die Fußbank im politischen Betrieb eher für die optimale Darstellung von kleinen Würdenträgern im Gespräch mit großgewachsenen Journalisten oder bei der gemeinsamen Nutzung gleicher Redepulte bekannt.  

Doch die Geschichte der politischen Fußbank muss neu geschrieben werden.


Tweet von Robert Bläsing (FDP)
Dank eines Tweets des hiphoppolitischen Sprechers der Hamburgischen Bürgerschaft, Robert Bläsing (FDP) aus einer der letzten Sitzungen, ist der Öffentlichkeit nun auch der Einsatz der Fußbank im Hamburger Landesparlament bekannt.

Verteilt in den Reihen des Plenarsaals befinden sich eine Reihe von frei verfügbaren Fußbänkchen, die von allen Abgeordneten genutzt werden können. 

Aber nicht jeder Parlamentarier hat das Anrecht auf ein Bänkchen und manchmal verschwindet auch eines. 

Nun fragt man sich natürlich, welche Funktion diese Bänkchen haben.  

Informationsbroschüre Einblicke der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg
Ein Blick in die von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg herausgegebene Informationsbroschüre "Einblicke. Hamburgs Verfassung und politischer Alltag leicht gemacht"  (.pdf, Seite 24.) zeigt dann, dass es sich hierbei um eine traditionelle Hamburger Institution handeln muss.

Danke für den Hinweis an Hjalmar Stemmann (CDU). 

Kombiniert man nun die oft stundenlangen Sitzungen, die für die meisten Abgeordneten die Verlängerung ihres normalen sitzenden Büro-Berufsalltages sind, wird klar, dass der Gesundheitsschutz dahinter steckt. 

Nicht nur im Flugzeug wartet die Trombosegefahr, auch auf den Plenarbänken der Demokratie.  

Öfter mal die Füße im Namen der Demokratie hochlegen fördert also die Durchblutung und somit die Gesundheit der hanseatischen Politiker. 

Gibt es es solche Fußbänkchen auch in anderen Landesparlamenten und dem Deutschen Bundestag?  Oder ist an dieser Stelle das Hamburger Teilzeitparlament gesünder als andere Parlamente?

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